Rosha Al Rifai (links) und ihre Mutter Ayda bereiten das „Iftar“ zu. Roshas Ehemann Abdullah hilft beim Aushöhlen kleiner Zucchini mit.

Rosha Al Rifai (links) und ihre Mutter Ayda bereiten das „Iftar“ zu. Roshas Ehemann Abdullah hilft beim Aushöhlen kleiner Zucchini mit.

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Cuxland

Muslime im Cuxland fasten länger

Von nord24
4. Juli 2016 // 07:00

Morgen endet der diesjährige islamische Fastenmonat Ramadan mit „Bayram Eid al-fitr“, dem traditionellen Zuckerfest. Abdullah Aboalnjoom Almhamid aus Syrien hält den Ramadan erstmalig in Deutschland. „Hier ist das Fasten viel anstrengender“, ist sein Fazit.

In Deutschland ist es länger hell

Dazu führen aus seiner Sicht mehrere Ursachen. „Die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang ist drei Stunden länger als in meiner Heimat.“ Das bedeutet für den Elektroingenieur und seine Familie einen längeren Verzicht auf Essen und Trinken. Auch dass in Deutschland während des Ramadan die Restaurants tagsüber geöffnet haben und Essensgerüche sowie der Anblick von ausgestellten Lebensmitteln und Speisen locken, erschwere das Durchhalten beim Fasten. „Aber das ist eben unsere Herausforderung“, sagt Abdulla schmunzelnd. Ausgenommen vom Fastenmonat sind laut Koran nur Kranke, Kinder, Alte und körperlich schwer Arbeitende.

Abendliches Fastenbrechen

Auch Abdullas Ehefrau Rosha läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn sie und ihre Mutter Ayda das Essen für das abendliche Fastenbrechen „Iftar“ zubereiten. „Es gehören immer Salat und eine rote Linsensuppe dazu“, zählt die 34-Jährige auf. Auch die Süßigkeit „Mamul“, ein kleines Gebäck aus Mürbeteig und Feigenpaste, gehöre immer dazu. Zum Abschluss der Fastenzeit sei es Tradition, Bedürftigen Geld zu spenden. „Man sagt bei uns, jede Person gibt drei Dollar an Menschen oder an den Imam, der es dann an die Menschen, die Hilfe brauchen, weiter gibt“, erklärt Abdulla diesen Brauch. Auch das Spenden gehört zum Zuckerfest, das das Ende des Ramadan markiert. (ran)  

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