Unfälle am Kilometerstein 23,9 bei Hagen Börsten:  In den 1930er Jahren kamen dort Fahrzeuge ohne ersichtlichen Grund von der Bremer Chaussee, der alten B6, ab.  Foto Hans Bierfischer

Unfälle am Kilometerstein 23,9 bei Hagen Börsten: In den 1930er Jahren kamen dort Fahrzeuge ohne ersichtlichen Grund von der Bremer Chaussee, der alten B6, ab. Foto Hans Bierfischer

Foto: Gollnow/dpa

Cuxland

Mysteriöse Unfälle bei Hagen-Börsten: Sie geben bis heute Rätsel auf

Von Jens Gehrke
9. Mai 2016 // 18:58

In den 1930er Jahren verunglückten auf der ehemaligen Bundesstraße 6 bei Hagen-Börsten Autos auf gerader Strecke unter mysteriösen Umständen. Noch heute gibt der Fall Rätsel auf. Die beste Erklärung liefert ein Polizist.

50 Unfälle in den 30er Jahren

Damals galt der Abschnitt bei Kilometerstein 23,9 als "verhext". Die  Stelle befindet sich nahe der Kreuzung Hagen-Börsten. Heute deutet nichts mehr auf die unheilvolle Geschichte des Ortes hin. "In den 1930er Jahren sind an dieser Stelle an die 50 Unfälle passiert", erklärt Bramstedts Ortsheimatpfleger Jonni Käsehage. In den Unterlagen des Bramstedter Gemeindearchivs lagern Fotos und Presseartikel, die das historische Phänomen belegen.

Fall "Kilometerstein" bis heute nicht geklärt

Die Gründe, warum die Autos auf pfeilgerader Strecke von der Straße abkamen, sind bis heute nicht geklärt. Damals gab es viele Erklärungen aus dem übernatürlichen Bereich. Ein Wünschelrutengänger aus Bremen machte kosmische Strahlung und Untergrundströmungen aus, baute gar einen "Entstrahlungsapparat".

Polizist liefert rationale Erklärung

Die beste Erklärung liefert damals in Polizist namens Heinrich Möller. Der ging davon aus, dass die Fahrer vor der Kreuzung Börsten bremsten, dann wieder stark beschleunigten und – vielleicht noch zusätzlich – ihnen plötzlich der Gedanke an den „Todesstein“ in den Kopf schoss. „Es wird scharf gebremst, schon ist das Unglück da“, wird Möller zitiert. Heutzutage gilt die Strecke laut Polizei nicht mehr als Unfallschwerpunkt.

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