In dem Beachhotel in Sahlenburg sind Gäste über einem Gewicht von 130 Kilogramm nicht erwünscht: Die Einrichtung sei nicht für die hohe Belastung gemacht.

In dem Beachhotel in Sahlenburg sind Gäste über einem Gewicht von 130 Kilogramm nicht erwünscht: Die Einrichtung sei nicht für die hohe Belastung gemacht.

Foto: Laura Bohlmann-Drammeh

Cuxland

Nach Diskriminierung von Dicken: Entschuldigung auf Homepage

Von nord24
10. Juni 2020 // 16:41

Nach Drohungen entschuldigt sich das Beachhotel Sahlenburg jetzt für die Aussage, sie würden keine dicken Gäste im Hotel wollen. Auslöser für die Kritik war ein Beitrag von buten un binnen über den eingeschlagenen Sonderweg: Keine Kinder, keine Raucher, keine Dicken.

Entschuldigung nach Drohungen

Nach massiver Kritik entschuldigen sich die Inhaber des Beachhotels Sahlenburg nun auf ihrer Internetseite. „Wir wollten niemanden diskriminieren, ausgrenzen oder abweisen“, heißt es dort. Bis heute sei kein einziger Gast aufgrund seines Körpergewichts abgewiesen worden - berichtet buten un binnen. Nach einem Zwischenfall mit einem Gast habe sich die Hotelführung dazu gezwungen gefühlt, darauf hinzuweisen, dass die Ausstattung nicht für schwergewichtige Menschen geeignet sei.

Mit dem Bett zusammen gebrochen

Ein Mann hatte geklagt, nachdem ein Bett zusammengebrochen war. Das teilte die Hoteldirektorin bereits vergangene Woche dem Sender mit. Man habe weitere Klagen vermeiden wollen, heißt es nun auf der Internetseite. „Dabei jemanden zu verletzen, lag uns fern.“ Das Hotel weist zudem darauf hin, dass auch einige Möbelhersteller auf die Belastungsgrenzen aufmerksam machen.

Drohungen gegen die Familie

Die Hoteldirektorin habe aufgrund der Berichterstattung massive Drohungen gegen sich und ihre Familie erhalten, teilt das Hotel auf seiner Internetseite mit. Auch Organisationen sind auf das Thema aufmerksam geworden. So hat die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung eine Petition im Portal des Petitionsausschusses des Bundestages gestartet. Darin fordert sie die Aufnahme eines Diskriminierungstatbestands „Gewicht“ ins Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), damit Betroffene zukünftig eine gesetzliche Grundlage haben, um sich zur Wehr zu setzen.

Mehr dazu später auf norderlesen.de und morgen in der NORDSEE-ZEITUNG.

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