In Balje nahe der Grenze zum Kreis Cuxhaven wurde im Februar ein geschossener Seeadler entdeckt und geborgen. Ein Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde hat den Vogel dann geborgen.

In Balje nahe der Grenze zum Kreis Cuxhaven wurde im Februar ein geschossener Seeadler entdeckt und geborgen. Ein Mitarbeiter des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde hat den Vogel dann geborgen.

Foto: Joachim Neumann

Cuxland

Nach Schuss auf Seeadler: Tatverdächtiger im Visier der Staatsanwaltschaft

Von nord24
8. April 2016 // 07:00

Für die Tötung des Seeadlers in Balje nahe der Grenze zum Kreis Cuxhaven gibt es einen Tatverdächtigen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Stade mit. Es soll sich um einen 65-jährigen Mann aus Balje handeln.

Mehrere Zeugen soll einen Schuss gehört haben

Oberstaatsanwalt Kai-Thomas Breas geht davon aus, dass der männliche Seeadler bereits am 27. Januar getötet wurde. An diesem Tag hätten mehrere Zeugen einen Mann beobachtet, der mit einer Schusswaffe in der direkten Nähe des Horstes unterwegs gewesen sei. Kurz darauf hätten die Zeugen einen Schuss gehört.

Die Zeitpunkt passt zu den Untersuchungsergebnissen

Der Zeitpunkt passt: Zwar ist der getötete Seeadler erst am 10. Februar entdeckt worden; aber eine Untersuchung des Greifvogels habe ergeben, dass er zwischen dem 25. Januar und dem 2. Februar getötet worden ist, so Breas.

Der mutmaßliche Täter könnte wirtschaftliche Motive haben

Der Mann, gegen den nun ermittelt wird, habe einen Jagdschein und in der Nähe des Tatortes Grundbesitz. Dieser sei durch die die Existenz des streng geschützten Tieres nicht frei verfügbar sei, so Breas. Darin könne das Motiv des Mannes liegen. Breas nennt dabei ausdrücklich mögliche Planungen für Windenergieanlagen in diesem Gebiet. „Das Grundstück könnte eventuell durch den Tod des Seeadlers einen Wertzuwachs erhalten", so Oberstaatsanwalt Breas.

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