Gelassene Atmosphäre in der Bar „Realität“: (von links) Hassan, Justin Kraus, Saskia Franke und Bilal Chaaban beim Shisha-Rauchen.

Gelassene Atmosphäre in der Bar „Realität“: (von links) Hassan Chaaban, Justin Kraus, Saskia Franke und Bilal Chaaban beim Shisha-Rauchen.

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Cuxland

Nach Vorwürfen der Freien Wähler: Shisha-Bar in Hagen droht mit Anwalt

Von Jens Gehrke
1. Februar 2018 // 18:00

Nach dem Unfall in Bremerhaven im Januar sind Shisha-Bars in aller Munde. Jetzt attackieren die Freien Wähler die Shisha-Bar "Realität" in Hagen.  Zufriedene Kunden sind entsetzt, die Betreiber wollen mit einem Anwalt gegen die Beschuldigungen angehen. 

Öffentlicher Facebook-Post

Demnach nehmen laut Freier Wähler die Beschwerden rund um die Shisha-Bar zu, Anwohner hätten Angst und fühlten sich bedroht. Von Ruhestörungen und Drogenhandel im Umfeld ist die Rede. Die Freien Wähler schicken eine öffentliche Anfrage an den Bürgermeister, an die Medien und eröffnen einen Facebook-Post.

Viele Kunden verteidigen das Lokal

Viele Freunde und Kunden verteidigen das Lokal, können es nicht fassen: „Seid doch froh, dass das Dorf in dem Teil wieder ein bisschen Leben erhält“, schrieb eine Nutzerin. „Ich wurde sogar überfreundlich bedient und fühlte mich nicht im geringsten bedroht“, berichtete ein anderer Kunde.

Beliebt in der Region

„Wir sind ziemlich oft hier“, sagt Justin Kraus aus Beverstedt. Der 19-jährige Student lobt das Ambiente in der Shisha-Bar, spricht von einer „sehr gemütlichen Atmosphäre“.
Jeder kann hier gerne vorbeikommen, einen Kaffee trinken und sich selbst ein Bild machen. Bilal Chaaban, Shisha-Bar "Realität"
Auch für die Polizeiinspektion in Cuxhaven kommt die Anfrage überraschend. Dort ist die Shisha-Bar in Hagen nicht als Problem-Gastronomie bekannt. Im Rathaus der Gemeinde hat man ebenfalls nichts notiert, was kriminelle Delikte angeht.

Besitzer planen rechtliche Schritte

Die Besitzer der Shisha-Bar wollen gegen die Anschuldigungen der Freien Wähler nun mit einem Anwalt vorgehen. Sie sehen ihren Ruf und ihr Geschäft beschädigt durch die Vorwürfe.

Kontakt mit den Nachbarn

Zugleich wollen sie einen guten Kontakt mit den Nachbarn aufbauen, um zum Beispiel beim Thema Lärm zusammenzuarbeiten.  „Wenn es mal zu laut wird, können die Nachbarn gerne direkt anrufen“, sagt ein Mitarbeiter der Shisha-Bar.  

Gelassene Atmosphäre in der Bar „Realität“: (von links) Hassan, Justin Kraus, Saskia Franke und Bilal Chaaban beim Shisha-Rauchen.

Die Bar „Realität“ ist seit Oktober Anlaufpunkt für Shisha-Fans.

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