Bedrohte Tierarten wie zum Beispiel Ringelnattern sollen sich in dem neu ausgewiesenen Naturschutzgebiet besonders wohl fühlen.

Bedrohte Tierarten wie zum Beispiel Ringelnattern sollen sich in dem neu ausgewiesenen Naturschutzgebiet besonders wohl fühlen.

Foto: Seelbach

Cuxland

Neues Naturschutzgebiet bei Sievern

Von Kristin Seelbach
14. Juni 2016 // 09:00

Seltener Borstgrasrasen, Pflanzen- und Tierarten, die auf der Roten Liste stehen und Moorgräben – all das vereint ein kleines Gebiet zwischen Sievern und Debstedt. Aus diesem Grund hat der Landkreis die rund fünf Hektar große Fläche jetzt als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Verpflichtung durch die EU

Der Landkreis kommt damit einer Verpflichtung durch die Europäische Union nach. Diese hatte die FFH-Gebiete – die Abkürzung FFH steht für Fauna (Tiere), Flora (Pflanzenwelt) sowie Habitat (charakteristischer Standort oder Wohnstätte bestimmter Pflanzen- und Tierarten) – als besonders schützenswerte Bereiche anerkannt. Gleichzeitig haben sich die Mitgliedsstaaten der EU verpflichtet, diese FFH-Gebiete innerhalb von sechs Jahren als Schutzgebiete auszuweisen. Sofern die Gebiete nicht innerhalb der vorgegebenen Fristen hinreichend gesichert werden, drohen Strafen der EU.

21 FFH-Gebiete im Kreis

Im Kreis Cuxhaven befinden sich insgesamt 21 FFH-Gebiete mit einer Gesamtgröße von 13 519 Hektar (ohne Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer). Der Kreis war verpflichtet, die erste Hälfte der FFH-Gebiete bis Ende 2010 zu sichern. Die übrigen Gebiete folgen seitdem.

Verhaltensregeln im Naturschutzgebiet

In Naturschutzgebieten, zu denen die FFH-Gebiete gehören, gelten strenge Verhaltensregeln: › Zum Schutz der sensiblen Tier- und Pflanzenarten ist das Betreten und Befahren eines Naturschutzgebiets nur durch die Eigentümer und Bewirtschafter der Flächen oder die Naturschutzbehörde zulässig. › Es ist verboten, die Ruhe der Natur durch Lärm zu stören, Pflanzen zu beschädigen oder auszureißen sowie Müll oder Schutt in den Gebieten zu entsorgen. › Wild lebende Tiere dürfen nicht gefangen oder getötet werden. › Hunde müssen im Gebiet an der Leine geführt werden.  

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