Das Trinkwasser aus Bramstedt ist tiptop. Darüber freut sich Gerold Wittig, Leiter des örtlichen Wasserwerks. Aber dass die Nitratwerte in seinem Grundwasser wieder steigen, bereitet ihm mächtig Sorge

Das Trinkwasser aus Bramstedt ist tiptop. Darüber freut sich Gerold Wittig, Leiter des örtlichen Wasserwerks. Aber dass die Nitratwerte in seinem Grundwasser wieder steigen, bereitet ihm mächtig Sorge

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Cuxland

Nitrat: Bramstedter Wasserwerker schlägt Alarm

Von Inga Hansen
11. Oktober 2016 // 09:00

Seit 25 Jahren kämpft Gerold Wittig, Chef des Bramstedter Wasserwerks, für sauberes Grundwasser. Gemeinsam mit Landwirten haben sie die hohen Nitrat-Werte aus den 90er Jahren heruntergeschraubt. Doch jetzt schnellen sie wieder hoch. 

80 Milligramm Nitrat pro Liter

Wittig diskutiert mit Bauern über Stickstoff und Düngung. In mühevoller Arbeit hatten sie gegen die hohen Werte der 90er gearbeitet. Auf 65 Milligramm pro Liter. Immer noch mehr, als Brüssel erlaubt. Doch jetzt klettern die Werte wieder. 80 Milligramm waren es zuletzt. Ein Alarmsignal für den Ingenieur. Auch wenn das Trinkwasser in seinem Wasserwerk derzeit noch tiptop ist.

Gülle ist Schuld am Nitrat-Gehalt

Über die Hälfte des niedersächsischen Grundwassers enthält zu viel Nitrat. Schuld ist die Gülle. In dem Tierkot steckt Stickstoff, die Pflanzen brauchen ihn zum Wachsen. Aber er wird zum Problem, wenn zu viel Gülle auf die Äcker gebracht wird und die Pflanzen ihn nicht mehr aufnehmen können. Dann versickern die Nitrate, stickstoffhaltige, krebserregende Salze, im Boden und landen im Grundwasser.  

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