Damit  Wildbienen und andere Insekten im Cuxland genügend Nektar finden, will Nola, der Förderverein Norddeutsche Landschaftspflege  in Geestenseth, die fachgerechte Landschaftspflege voranbringen. Foto Dedert

Damit Wildbienen und andere Insekten im Cuxland genügend Nektar finden, will Nola, der Förderverein Norddeutsche Landschaftspflege in Geestenseth, die fachgerechte Landschaftspflege voranbringen. Foto Dedert

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Cuxland

Nola will den Bienen im Cuxland helfen

Von Barbara Fixy
26. Februar 2016 // 19:35

Nola nennt sich der Förderverein mit dem etwas umständlichen Namen Norddeutsche Landschaftspflege in Geestenseth kurz.  Der Verein startet einen "Aufruf zur Förderung der Biodiversität auf den Flächen der Öffentlichen Hand". Damit will er die Entscheidungsträger in den Kommunen des Cuxlands motivieren, die  Lebensräume für Bienen und andere Insekten, aber auch  für Vögel und andere Säugetiere attraktiver zu machen.

Geestenseth hat Vorreiterrolle

Geestenseth ist die erste Kommune im  Cuxland, die sich statt einer Baumschutzsatzung ein Pflegekonzept nach Maß von den Fachleuten des Vereins entwerfen lässt. In der Gemeinde gibt es Feld- und Wallhecken, die die Arbeitsgruppe als zu 90 Prozent vergreist bezeichnet. Ursache ist, dass dort zu viele Bäume in die Höhe gewachsen sind, die Schatten  werfen und dadurch den  kleineren Pflanzen im Unterholz das Leben schwer machen.  

Unterholz ist Lebensraum für Insekten

Nach der Devise oben licht und unten dicht, müssen hier die überzähligen Bäume abgesägt werden. Das Unterholz der Hecken ist Lebensraum für Insekten. Die wiederum gehören auf den Speiseplan seltener Singvögel wie Heckenbraunelle und  Neuntöter.Saumstreifen zwischen bewirtschafteten Flächen können ebenfalls attraktiv für die Tierwelt sein. Allerdings gelten sie als  arm, was die Artenvielfalt angeht. Als Gegenmaßnahmen wird unter anderem die Entwicklung einer artenreichen Krautschicht empfohlen.  

Feuchwiesen sind Lebensraum für viele Arten

Feuchtwiesen  sind  wegen ihrer großen Artenvielfalt Lebensraum für viele bedrohte Bodenbrüter wie Kiebitz und großer Brachvogel. Tatsächlich haben sich auf den Wiesen Nährstoffe angereichert und sie sind entwässert worden. Intensive Nutzung  und sehr frühe Mahden zerstören die Gelege.  

Nola will den Bienen im Cuxland helfen

Bäume müssen weichen, wenn sie der Artenvielfalt schaden: Kursus in Geestenseth. Foto Tauber

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Nola will den Bienen im Cuxland helfen

Ackern für eine artenreiche Feuchtwiese bei Lohe: Dieter Böschen (rechts), Chef der Nabu-Ortsgruppe Beverstedt, bringt Eimer voller Wiesenstauden zu den Helfern, die sie einpflanzen. Foto Kraus

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