Forschungseisbrecher Polarstern auf der MOSAiC-Expedition im arktischen Eis

Das Handout des Alfred-Wegener-Instituts zeigt das deutsche Forschungsschiff „Polarstern“ am 30.06.2020 bei der „Mosaic“-Scholle in der Arktis.

Foto: Markus Rex/Alfred-Wegener-Institut/dpa

Cuxland

„Polarstern“ erreicht Nordpol schneller als gedacht

Von nord24
19. August 2020 // 17:15

Das Forschungsschiff „Polarstern“ hat auf dem letzten Fahrtabschnitt seiner Arktis-Expedition „Mosaic“ den nördlichsten Punkt der Erde erreicht.

In Grönland gestartet

„Es war ein unglaublich schneller Ritt“, sagte Expeditionsleiter Markus Rex am Mittwoch. „Wir hatten einen breiten Bereich mit geringer Eiskonzentration und dünnem Eis.“ Gestartet war die „Polarstern“ auf der Nordseite Grönlands. Normalerweise sei das Seegebiet dort so dicht bedeckt mit teilweise mehrjährigem Meereis, dass eine Fahrt dort nicht empfehlenswert sei, betonte Rex.

Erschreckend dünnes Eis

„Es ist erschreckend zu sehen, wie dünn das Meereis ist und wie schnell es schmilzt. Es muss dringend etwas passieren. Die Arktis kann nicht lange warten.“ Die „Polarstern“ ist seit elf Monaten in der Arktis unterwegs. Zunächst driftete sie mit einer riesigen Scholle mit, Ende Juli zerbrach diese. Seitdem fährt der Eisbrecher wieder Richtung Norden. „Wir werden über den Nordpol hinaus Richtung Sibirien fahren, um uns eine neue Eisscholle zu suchen“, sagte Rex. Dort wollen die Wissenschaftler den beginnenden Gefrierprozess beobachten. Es ist das letzte Puzzlestück, das den Forschern in der Beobachtung des Jahreszyklus des Eises in der Arktis fehlt.

Immer informiert via Messenger

Ist es die richtige Entscheidung, dass der Weihnachtsmarkt 2020 in Bremerhaven stattfinden darf?

1227 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger