Gemeinschaftlich ans Werk (von links): Käthe Witte, Anja Witte, Marrika Sties, Yvonne Prüsch und Tracy Zinnrose bepflanzten die Blumenkübel in der Alten Bahnhofstraße. Unterstützt wurden Sie dabei von Evelin Schütte (im Vordergrund). Hannah Prüsch im Kinderwagen schaute zu.  Foto Schoener

Gemeinschaftlich ans Werk (von links): Käthe Witte, Anja Witte, Marrika Sties, Yvonne Prüsch und Tracy Zinnrose bepflanzten die Blumenkübel in der Alten Bahnhofstraße. Unterstützt wurden Sie dabei von Evelin Schütte (im Vordergrund). Hannah Prüsch im Kinderwagen schaute zu. Foto Schoener

Foto: Baranski

Cuxland

Raser in Imsum: Stadt stellt zusätzlich drei Blumenkübel auf

Von Andreas Schoener
5. Februar 2016 // 15:53

Die Pfosten auf dem Gehsteig der Alten Bahnhofstraße in Imsum haben nicht gereicht. Immer noch sind viele Autofahrer zu schnell unterwegs in der Tempo-30-Zone. Deshalb hat die Stadt Geestland jetzt drei Blumenkübel aufgestellt. Sie sollen Tempobremse sein.

Ortsbürgermeister Günter Diekhoff ist dankbar

„Wir sind froh, dass die Verwaltung so schnell reagiert“, erklärt Diekhoff. Über Zeitgenossen, die immer noch zu schnell durch die Alte Bahnhofstraße rauschen, schüttelt der Ortsbürgermeister nur den Kopf. Sein Unverständnis stützt sich auf Resultate einer Geschwindigkeitsmessung durch die Stadt, „bei denen zahlreiche Raser festgestellt worden sind“.

"94 Fahrzeuge waren schneller 30 Stundenkilometer"

Dezernent Martin Döscher bestätigt die unangekündigte Tempomessung. Dabei seien 500 Fahrzeuge binnen zwölf Stunden notiert worden. „94 waren schneller als 30 Stundenkilometer“, sagt der Dezernent. Die Geschwindigkeitsübertretungen seien jedoch nur ein Grund, warum die Stadt jetzt drei Blumenkübel aufgestellt hat. „Es geht auch um die Geräuschentwicklung, die auf dem Kopfsteinpflaster entsteht und reduziert werden soll.“ Während des Hafentunnelbaus in Bremerhaven – fertiggestellt wird das Millionen-Projekt voraussichtlich Ende 2018 – blieben die Blumenkübel stehen, sagt Döscher.

Hafentunnel-Baustelle ist Nadelöhr

Eben jene Tunnelbaustelle an der Kreuzung Wurster Straße/Cherbourger Straßé in der Seestadt ist nach Auffassung der Imsumer die Ursache allen Übels. Viele Hafenarbeiter umfahren regelmäßig dieses Nadelöhr, indem sie die Gemeindeverbindungsstraße von Langen nach Imsum als Abkürzung nutzen. Und dabei führt ihr Weg durch die Alte Bahnhofstraße. „Manchmal kommt man hier kaum auf die andere Straßenseite“, ärgert sich Diekhoff.

Anwohner haben Kübel bepflanzt

Die drei Blumenkübel sind eine weitere Tempobremse. Günter Diekhoff hat aus Mitteln des Ortsverschönerungsvereins Imsum Geld zur Verfügung gestellt, damit die wuchtigen Behältnisse auch ansprechend bepflanzt werden können. Genau das ist geschehen. Anwohnerin Marikka Sties sowie Käthe und Anja Witte und andere Imsumer griffen zu kleinen Schaufeln und setzten ein, was im Frühling für Blütenvielfalt sorgen soll. Marikka Sties appellierte, stellvertretend für die Anwohner, erneut an alle Autofahrer, sich in der Alten Bahnhofstraße an die vorgeschriebenen 30 Kilometer pro Stunde zu halten.

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