Verteidiger Alexander Ukat (rechts) plädierte für den Angeklagten auf Freispruch aus Mangel an Beweisen. Das Gericht folgte dem Antrag.

Verteidiger Alexander Ukat (rechts) plädierte für den Angeklagten auf Freispruch aus Mangel an Beweisen. Das Gericht folgte dem Antrag.

Foto: Leuschner

Cuxland

Raubprozess in Dorum: Freispruch für Angeklagten

Von Heike Leuschner
7. Dezember 2018 // 16:30

Der Prozess wegen schweren Raubes in einem Dorumer Einfamilienhaus endete am Freitag vor dem Stader Landgericht mit einem Freispruch für den Angeklagten.

Opfer konnte Angeklagten nicht eindeutig identifizieren

Dem 32 Jahre alten Mann aus Dorum war vorgeworfen worden, einen zur Tatzeit 87-jährigen Rentner spätabends in seinem Einfamilienhaus überfallen und beraubt zu haben. Dem Gericht ist es jedoch nicht gelungen, dem Angeklagten die Tat zu beweisen. Insbesondere hatte das Opfer den Täter nur "dem Typ nach" identifizieren können, so dass bis zum Schluss unklar blieb, ob der richtige Mann vor Gericht steht.

Kein akzentfreies Deutsch

Am schwersten, so das Gericht, wog die Aussage des Opfers, dass der südländisch aussehende Räuber akzentfrei Deutsch gesprochen habe. Dies konnte der Angeklagte widerlegen, der mit starkem Akzent Deutsch spricht. Ein Polizist, der den Angeklagten seit Jahren kennt, bestätigte, dass die Art des Angeklagten Deutsch zu sprechen, nicht etwa Show ist. Der Mann beherrsche die deutsche Sprache tatsächlich nicht akzentfrei.

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