Die künstlerische Arbeit hilft ihr sehr: Ingrid Vogel aus Debstedt ist am Restless Legs Syndrom erkrankt. An der Staffelei findet sie Ruhe.

Die künstlerische Arbeit hilft ihr sehr: Ingrid Vogel aus Debstedt ist am Restless Legs Syndrom erkrankt. An der Staffelei findet sie Ruhe.

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Cuxland

Restless Legs Syndrom: Was tun, wenn die Beine brennen?

Von Andreas Schoener
7. Dezember 2016 // 07:00

Ingrid Vogel aus Debstedt leidet am Restless Legs Syndrom (RLS). Um die quälende Unruhe in ihren Beinen in den Griff zu kriegen, setzt sich die 73 Jährige oft nachts vor die Staffelei und malt. Doch auch Prominente leiden an der neurologischen Erkrankung der Beine. Einer von ihnen ist der amerikanische Schauspieler Taylor Lautner. Der heute 24-Jährige (Foto Jason Szenes), bekannt geworden unter anderem durch den Teenager-Streifen "Twilight - Biss zum Morgengrauen", hat einen extrem starken Bewegungsdrang und schafft es keine Minute lang, seine Füße still zu halten.

"Ich kann es nicht erzwingen, ruhig zu bleiben"

Einer Promi-Zeitschrift verriet Lautner unter anderem: "Ich kann es nie unterlassen, mit meinem Knie zu federn. Die Leute sagen mir immer, dass ich aufhören soll, aber ich kann es nicht erzwingen, ruhig zu bleiben."

Eine neurologische Erkrankung

Das Restless Legs Syndrom - in Deutschland sind schätzungsweise vier Millionen Menschen betroffen - ist eine neurologische Erkrankung, die mit einer Störung des Botenstoffwechsels zu tun hat. Auch genetische Veranlagungen spielen eine Rolle. Die Krankheit äußert sich in starkem Bewegungsdrang. Kribbelnde, brennende Beine und quälender Schmerz lassen Betroffene vor allem nachts, wenn die Hektik des Tages vorüber ist, nicht zur Ruhe kommen.

Körperliche und seelische Erschöpfung

Zwangsläufig kommt es zu Schlafmangel. Dadurch fühlt sich der Betroffene immer müde und zermürbt. Dies kann zu körperlicher und seelischer Erschöpfung führen.

Gang zum Neurologen

Menschen, die am RLS-Syndrom leiden, sollten sich zunächst an ihren Hausarzt wenden. Der überweist in der Regel an einen Neurologen. Als Therapie bewährt haben sich dopaminartige Medikamente. Sie verschaffen dem Patienten schnell Ruhe. Der Patient kann darüberhinaus versuchen, einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu finden. Hilfreich ist dabei auch reichlich Bewegung am Tag und eine verringerte Aktivität am Abend.

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