Die Schüler Emelie Dörr und Lukas Lübken geben der Haltestelle „Bokel, Brücke“ nahe des Stubbener Bahnhofs schlechte Noten.  Foto  Gehrke

Die Schüler Emelie Dörr und Lukas Lübken geben der Haltestelle „Bokel, Brücke“ nahe des Stubbener Bahnhofs schlechte Noten. Foto Gehrke

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Cuxland

Schlechtes Zeugnis: Neue Haltestelle in Bokel fällt bei Schülern durch

Von Jens Gehrke
11. Januar 2016 // 17:14

Schüler stellen der neuen Haltestelle „Bokel, Brücke“ ein schlechtes Zeugnis aus. Die jungen Stubbener und Bokeler finden den Busstopp schlecht gelegen, vergleichsweise unsicher und wenig fahrgastfreundlich. Die Schüler ärgert zudem, dass wegen des neuen Stopps der Bus seltener direkt am Stubbener Bahnhof hält. Auf die Missstände wollen die Schüler die Politik beim Jugendforum am 20. Januar aufmerksam machen. Lukas ist einer, der nicht jammert, sondern der analysiert. „Der längere Schulweg ist zwar auszuhalten, doch Sinn ergibt die neue Haltestelle für mich nicht“, sagt er mit einem Kopfschütteln. Sie werde praktisch nur von den Fahrgästen genutzt, die lieber „Stubben, Bahnhof“ aussteigen würden. Daher wünscht er sich, dass der Bus den Bahnhof wieder bei jeder Tour anfährt. „Die alte Regelung muss wieder hergestellt werden.“

Fahrpläne hängen zusammen

Horst Wiebalk ist Geschäftsführer des Busunternehmens Stoss und für die Änderung verantwortlich. Wiebalk begründet das Aussparen der Haltestelle „Stubben, Bahnhof“ bei einigen Fahrten damit, dass der Schlenker weg von der Landesstraße zu viel Zeit kostet. Dazu muss man wissen, dass die Bus-Fahrpläne und Linien im Kreis aufs Engste verwoben sind. Eine kleine Verspätung kann eine mächtige Kettenreaktion auslösen.

Lukas will Zeit selber messen

Doch Lukas bleibt skeptisch. Er vermutet, dass der Unternehmer den Zeitverlust überschätzt. Er will selbst die Zeit messen und Wiebalk beim Jugendforum am 20. Januar im Rathaus die Ergebnisse vorlegen.

Emelie: Haltestelle ist wie eine Insel

Der Stopp „Bokel, Brücke“ wird allerdings nicht nur wegen der abseitigen Lage kritisiert. Emelie Dörr zeigt direkt vor Ort, dass die Haltestelle Fahrgäste auf eine harte Probe stellt. „Das Haltestellen-Schild steht mitten auf einer unbefestigten Rasenfläche“, sagt sie. Es führe kein Weg dorthin. Ihre Schuhe versinken in den zahlreichen Pfützen. „Das ist hier wie eine kleine Insel, die schwer zu erreichen ist“, findet Emelie.

Lob für die alte Haltestelle

Die 15-Jährige sitzt mittags zusammen mit Lukas im Bus. Der Haltestelle „Bokel, Brücke“ würde sie in Sachen Komfort höchsten zwei von zehn Punkten geben, „Stubben, Bahnhof“ hingegen neun. „Die Haltestelle beim Bahnhof ist perfekt“, findet auch Lukas. Er verstehe nicht, warum nun eine neue hergerichtet werden müsse.

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