Wie  bei dieser Übung, sind die Wachleute der Dorumer DLRG-Station am Dorumer Tief auf alles vorbereitet. Dennoch sollte auch der Schwimmer selbst einige Verhaltensregeln beachten.

Wie bei dieser Übung, sind die Wachleute der Dorumer DLRG-Station am Dorumer Tief auf alles vorbereitet. Dennoch sollte auch der Schwimmer selbst einige Verhaltensregeln beachten.

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Cuxland

Sicheres Baden an der Wurster Nordseeküste

Von Kristin Seelbach
1. März 2016 // 12:02

Wer an der Wurster Nordseeküste baden geht, muss besondere Sicherheitsregeln beachten. Denn das Schwimmen im Meer ist deutlich gefährlicher als zum Beispiel in einem See. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft überwacht in den Sommermonaten die Wurster Küste und rückte allein in den vergangenen Sommerferien 85 Mal aus. Dennoch gibt die DLRG Tipps zum richtigen Verhalten: 

Bei roter Flagge nie ins offene Meer schwimmen

Das Baden und Schwimmen im Meer ist gefährlicher als in den Binnengewässern. In kurzer Zeit ändert sich oft der Grund. Tiefen entstehen, Sandbänke bilden sich oder verschwinden. Wind und Strömung, gutes und schlechtes Wetter beeinflussen dauernd das Wasser. Das ruhigste Badegebiet kann durch umschlagenden Wind und ungünstig laufende Strömung innerhalb weniger Minuten zum tosenden Meer werden. Deshalb niemals an unbewachten Stellen rausschwimmen und an bewachten Stellen immer auf die Sicherheits-Beflaggung achten. Bei gehisster roter Flagge niemals ins offene Meer rausschwimmen.

Sog im flachen Wasser nicht unterschätzen

Eine Brandung entsteht, wenn eine aus offenen Wasser heranrollende Welle flaches Wasser erreicht und ihre Bewegung am Grund gebremst wird. Oft entstehen Ertrinkungsfälle in der Nähe des Ufers, sogar in nur brusttiefem Wasser. Wesentliche Ursache hierfür ist die Unterschätzung des Sogs im flachen Wasser. Dieser Brandungssog kann allerdings auch genutzt werden, um beim Hinausschwimmen die Brandungswellen zu untertauchen.

Keine gleichmäßige Strömung

An der Küste kann man sich nicht auf eine gleichmäßige Strömung verlassen. Die Strömungen verändern laufend ihre Richtung und Stärke. Grundsätzlich gilt: Schwimme mit der Strömung, auch wenn der weitere Weg genommen werden muss.

Verhalten im Notfall

Falls eine Person zu ertrinken droht, sollten sie versuchen, sie zu retten, dabei aber stets den eigenen Schutz im Auge behalten. Versuchen Sie, wenn möglich, der Person in Not einen schwimmenden Gegenstand zu reichen. Vorsicht, wenn die Person in Panik ist. Sie könnte sie in ihrer Not unter Wasser drücken. Ziehen Sie so schnell wie möglich Rettungskräfte wie die DLRG, Feuerwehr oder Wasserwacht hinzu. Wählen Sie den Notruf 112.

Stabile Seitenlage und Wiederbelebung

Sollten Sie die Person in Sicherheit bringen können, sollte er bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage gebracht werden. Achten Sie auf die Atmung. Sollte die Person nicht ausreichend atmen, beginnen Sie mit einer Herz-Lungen-Massage.

Bei dem Verdacht auf eine Unterkühlung nasse Kleidung entfernen. Bei niedrigen Temperaturen besteht eine große Gefahr der Unterkühlung. Beobachten Sie den Patienten bis der Rettungsdienst eintrifft.

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