Während die Baustelle für das neue Offshorewerk von Siemens in Cuxhaven gerade wie eine überdimensionierte Sandkiste aussieht, beschäftigt sich der Konzern bereits intensiv mit Personalfragen.

Während die Baustelle für das neue Offshorewerk von Siemens in Cuxhaven gerade wie eine überdimensionierte Sandkiste aussieht, beschäftigt sich der Konzern bereits intensiv mit Personalfragen.

Foto: Quelle: Siemens AG

Cuxland

Siemens dreht am Personalkarussell

Von Heike Leuschner
9. September 2016 // 20:00

Im Sommer 2017 sollen im neuen Offshore-Werk des Siemens-Konzerns in Cuxhaven die ersten Gondeln für Windkraftanlagen auf dem Meer montiert werden. Schon jetzt liegen Siemens mehr als 1000 Bewerbungen für die 200 Millionen Euro teure Produktionsstätte vor, teilte Personalmanagerin Monique Schack am Freitag in Cuxhaven mit. Mit der Auswahl der ersten 225 von insgesamt rund 1000 Beschäftigten will der Konzern demnächst beginnen.

Bedenken wegen Fachkräftemangel vom Tisch

Ihre Bedenken, nicht genügend Fachkräfte für die Produktion in Cuxhaven zu finden, seien vom Tisch, freute sich Schack, die die Personalauswahl für Cuxhaven leitet. Rund 60 bis 70 Prozent der Bewerber kämen aus der Region, viele von der Bundeswehr in Wilhelmshaven, berichtete die Personalmanagerin. "Wir haben aber auch viele Bewerber, die wir nur über die Arbeitsagenturen erreichen."

Chance für Langzeitarbeitslose

Auch Langzeitarbeitslose sollen die Chance auf einen Arbeitsplatz in der Produktion bei Siemens erhalten. Gerade wurde die Qualifizierungsoffensive „OHO – Offensive für Handwerk und Offshore“ gestartet. Mindestens 90 Arbeitslosengeld-II-Empfänger sollen zu Industriemalern, Elektrikern und Metalltechnikern ausgebildet werden. Es gehe jedoch nicht darum, die Menschen exklusiv für Siemens zu qualifizieren, sondern für den regionalen Arbeitsmarkt, betont Torsten Stoltz, Geschäftsführer des Jobcenters Cuxhaven.

Volle Kapazität soll Ende 2018 erreicht sein

Siemens will die Produktion in seinem neuen Cuxhavener Werk nach und nach erhöhen. Die volle Kapazität mit 1000 Beschäftigten soll nach Auskunft von Gesamtprojektleiter Dr. Carsten Sünnke-Berendsen Ende 2018 erreicht sein.

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