Leere Stühle im John-Wagener-Haus: Artur Burmeister und seine Ehefrau Christa sind enttäuscht, dass das denkmalgeschützte Bauernhaus seit drei Jahren nicht mehr genutzt wird. Die Eigentümer können sich eine Belebung als Veranstaltungsstätte oder Vereinstreff gut vorstellen.

Leere Stühle im John-Wagener-Haus: Artur Burmeister und seine Ehefrau Christa sind enttäuscht, dass das denkmalgeschützte Bauernhaus seit drei Jahren nicht mehr genutzt wird. Die Eigentümer können sich eine Belebung als Veranstaltungsstätte oder Vereinstreff gut vorstellen.

Foto: Schoener

Cuxland

Sievern: Neue Hoffnung für das denkmalgeschützte John-Wagener-Haus

Von Andreas Schoener
5. April 2016 // 21:00

Seit drei Jahren steht das John-Wagener-Haus in Sievern leer: Jetzt keimt neue Hoffnung auf. Ortsbürgermeisterin Rita Dehn (Bürgerfraktion) hat die Vereinsvertreter zum Gespräch gebeten, um sich über die Zukunft des denkmalgeschützten Bauernhauses mit seiner großen Auswanderer-Ausstellung ernsthafte Gedanken zu machen. Doch wer war John Wagener eigentlich? Unter dem Namen Johann Andreas Wagener wurde er am 21. Juli 1816 in Sievern geboren. Sein Vater war Landwirt, Gastwirt und Kaufmann im Ort. Kurz nach Schulabgang und Konfirmation, im Jahre 1831, wanderte Johann Andreas nach Amerika aus und brachte es dort zu großen Verdiensten, Ruhm und Ehre. Jenseits des "großen Teiches" wurde er nur "John" genannt.

Als Lehrling angefangen

Anfangs dient er zwei Jahre alt Lehrling einem Handelshaus in New York. 1833 zieht der junge Einwanderer in den Süden der Vereinigten Staaten, nach Charleston. Hier arbeitet er zunächst als Buchhalter, verdient bald viel Geld, kaufte Land und wird Grundstücksmakler und Notar. Wagener tut viel für die Allgemeinheit. So gründet er die "German Fire Company", einen deutschen Schützenverein und einen deutschen Turnverein. Auch eine deutsche Kirche ist durch seine Initiative gegründet worden, ebenso die Stadt Walhalla. Ferner bringt er die Zeitung "Der Teutone" heraus.

Leutnant bei den "German Fusiliers"

Im Jahre 1843 ist Wagener Leutnant bei den "German Fusiliers" und wird bald zum Captain und Major befördert. Als 1861 der Bürgerkrieg ausbricht, verteidigt er im Rang eines Oberst das Fort Walker. Er baut das "Fort Wagener" und wird durch sein faires und tapferes Verhalten während der Kriegszeit in den Vereinigten Staaten berühmt. Doch er gerät in Gefangenschaft und seine Familie verarmt. Später wird Wagener durch die Bundesregierung geehrt und zum Brigadegeneral ernannt.

1871 zum Bürgermeister von Charleston gewählt

Gegen Ende seines Lebens ist er stark kommunalpolitisch tätig. Mit großer Mehrheit wird Wagener 1871 zum Bürgermeister von Charleston gewählt. Am 27. August 1876 verstirbt er in Walhalla. Am 30. März wird sein Leichnam unter Anteilnahme von rund 6000 Bürgern nach Charleston überführt.

Grabplatte steht neben dem John-Wagener-Haus

Zur Erinnerung wird in seinem Geburtsort Sievern von 1990 bis 1994 das John-Wagener-Haus eingerichtet. 1995 wird seine Grabplatte von Amerika in seine alte Heimat überführt. Dort ist sie neben dem John-Wagener-Haus zu sehen.    

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