Die verkaufsoffenen Sonntage - hier der Pflanzenmarkt im Frühjahr - sind Besuchermagnet und tragende Säule für den Umsatz der Geschäfte. Für das besondere Flair nehmen die Gäste auch gerne einmal eine weitere Anfahrt in Kauf.

Die verkaufsoffenen Sonntage - hier der Pflanzenmarkt im Frühjahr - sind Besuchermagnet und tragende Säule für den Umsatz der Geschäfte. Für das besondere Flair nehmen die Gäste auch gerne einmal eine weitere Anfahrt in Kauf.

Foto: Archivfoto: Scheiter

Cuxland

Sind die verkaufsoffenen Sonntage in Beers in Gefahr?

Von nord24
26. Januar 2017 // 16:00

Einmal im Monat öffnen die Läden in Bad Bederkesa auch sonntags ihre Türen und locken damit Einkaufswillige aus der gesamten Region an. Doch schon bald könnten damit Schluss sein. Zumindest, wenn es nach dem Willen von Landtagspräsident Bernd Busemann geht. 

Kritik von örtlichen Händlern

Der CDU-Politiker will die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage einschränken und damit den Sonntag wieder zum Ruhetag machen. Bei den lokalen Händlern in Beers stößt dieser Vorschlag auf wenig Gegenliebe. „Passiert der Gesetzentwurf den Landtag, würde uns das vor enorme Schwierigkeiten stellen“, betont Andreas Bruske.

Starker Imageschaden möglich

Der Vorsitzende des Beerster Gewerbevereins (BGV) befürchtet neben einem starken Imageschaden für den touristisch bedeutend aufgestellten Ort erhebliche Umsatzeinbußen in den Betrieben und den Verlust von Arbeitsplätzen.

Umsatzstarke Sonntage

„Für die Ladengeschäfte ist die Sonntagsöffnung extrem wichtig. An diesen Tagen wird oft mehr Umsatz gemacht als in den übrigen sechs Wochentagen zusammen.“ Manch ein Geschäft im Ort würde es ohne die Sonntage definitiv nicht mehr geben, sagt Bruske stellvertretend für die Mitglieder des BGV. „Umsatzeinbußen beträfen sämtliche Branchen, von Textil und Bekleidung über Haushaltswaren bis hin zur Gastronomie.“

Gesetz soll nur noch Ausnahmen zulassen

Dem Papier zufolge sollen künftig pro Kommune zu besonderen Anlässen vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr erlaubt sein. Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass als Voraussetzung für die Sonntagsöffnung öffentliche Veranstaltungen, Märkte oder Messen organisiert werden müssen, die einen erheblich größeren Besucherstrom auslösen als die Öffnung der Geschäfte selbst. (gsc)

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