Spender für den kranken Emil aus Lunestedt gefunden

Emil könnte bald gesund sein: Das hofft Mutter Jessica Anton. Drei Spender fanden sich in der weltweiten Knochenmarkspenderdatei. Foto Hansen

Cuxland

Spender für den kranken Emil aus Lunestedt gefunden

Von Jens Gehrke
31. März 2016 // 05:00

Eine tolle Nachricht haben die Eltern des schwerkranken Emil am Mittwoch aus der Spezialklinik in Hamburg-Eppendorf mitgebracht: Es gibt drei mögliche Spender für das Baby. Einer davon, ein junger Deutscher, wird im April Knochenmarkzellen spenden. Emils Vater konnte sein Glück gestern kaum fassen: „Das ist einfach unbeschreiblich, wenn man das erfährt“, freute sich der Lunestedter auf Nachfrage der NORDSEE-ZEITUNG (Ausgabe am Donnerstag).

Familie schöpft wieder Hoffnung

Für die kleine Familie ist das wahr geworden, wovon viele Kranke und Angehörige träumen: Dass sich in der weltweiten Datenbank jemand mit identischen genetischen Merkmalen findet, der Emils Leben retten kann. Der knapp drei Monate alte Säugling leidet an einer lebensbedrohlichen Blutkrankheit. Freunde der Familie hatten am Sonntag, 13. März, in Lunestedt eine große DKMS-Typisierungsaktion auf die Beine gestellt, Emils Schicksal berührt die ganze Region. Noch im April wird die Operation über die Bühne gehen. „Vermutlich um den 20. /21. April bekommt Emil die neuen Zellen“, erzählt der Vater.

Hohe Spendensumme erzielt

Das Lunestedter Unterstützerteam hatte unterdessen noch eine gute Nachricht: Die Summe auf dem Spendenkonto für Emil bei der DKMS liegt inzwischen bei 102 000 Euro. Weitere Spenden sind noch möglich. Damit kann die DKMS die Kosten finanzieren, die durch die Typisierungsaktion in Lunestedt entstanden sind. Dort hatten sich mehr als 2200 Teilnehmer bereiterklärt, sich als potenzielle Knochenmarkspender registrieren zu lassen. (ih/jg)