Diese Amurnatter ist am Sonntag in Stotel aufgetaucht. Derzeit befindet sie sich bei Boris Schmaldienst in Lehnstedt.

Diese Amurnatter ist am Sonntag in Stotel aufgetaucht. Derzeit befindet sie sich bei Boris Schmaldienst in Lehnstedt.

Foto: Schmaldienst

Cuxland

Stoteler Schlange: Ohne Name, aber wohlauf

25. Juni 2020 // 12:59

Der etwa 1,80 Meter langen Amurnatter, die am vergangenen Sonntag in Stotel auf der Terrasse eines Familienhauses gefunden wurde, geht es weiterhin gut. Ein Besitzer hat sich noch nicht gemeldet. Sechs Monate wird die Natter, die als Fundsache gilt, nun bei einem Züchter verwahrt. In der Zeit kann sich der rechtmäßige Besitzer melden.

Im Notfallterrarium

Die Amurnatter wird voraussichtlich am Sonntag in ein neues Zuhause ziehen, berichtet Boris Schmaldienst (53) aus Lehnstedt. Bei ihm ist sie vorübergehend in einem Notfallterrarium untergebracht.

Schlangenexperte aus Lehnstedt

Die Amurnatter mit der stattlichen Größe von etwa 1,80 Metern hatte sich am Sonntag auf der Terrasse eines Hauses in Stotel gesonnt. Anwohner hatten sie mit einem Kescher eingefangen und die Feuerwehr verständigt. Die Feuerwehr hatte Boris Schmaldienst als Experten hinzugerufen. Der Lehnstedter hatte selbst jahrelang Schlangen und Fische gezüchtet und war lange beim Fundamt in Osterholz-Scharmbeck angestellt. „Da lag es nahe, dass man mich anruft, wenn es um Reptilien geht“, sagt Schmaldienst.

Herkunftsregion: Von Sibirien bis Korea

Viel deute darauf hin, dass die Natter nicht erst seit Kurzem draußen ist, also nicht erst kürzlich ausgebüchst ist, sondern vielleicht sogar bereits Jahre in freier Wildbahn verbracht hat, sagt Schmaldienst. „Man hat gemerkt, dass sie es nicht gewöhnt war, angefasst zu werden und in einem Terrarium zu sein. Jetzt ist sie aber ruhig, ihr geht es gut.“ Dass sie längere Zeit hier überlebt hat, ist nicht ungewöhnlich, da hier in etwa das gleiche Klima herrscht wie in der Herkunftsregion rund um den Fluss Amur an der chinesisch-russischen Grenze.

Natter hat ein Zuhause

Das Alter und Geschlecht der Amurnatter sind nicht bekannt. „Ich tippe auf ein Weibchen. Aber einen Namen habe ich ihr nicht gegeben“, sagt Schmaldienst. Südliche Amurnattern, wissenschaftlicher Name „Elaphe anomala“ seien recht anspruchslos in der Handhabe und können etwa 15 Jahre alt werden. Der Züchter, bei dem sie ab Sonntag ein Zuhause hat, habe bereits angekündigt, dass er sie ganz übernehmen möchte, wenn sich der Finder innerhalb der kommenden sechs Monate nicht meldet, so Schmaldienst.

Kontaktaufnahme

Wer die Natter vermisst, kann mit dem Tierasyl Heimatlos in Wittstedt Kontakt aufnehmen. Gegen Beweise wie Fotos kann der Besitzer die Natter dann zurückbekommen.

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