Wenn Peter Slodczyk mit seinen Drohnen in die Luft geht, muss er strenge Regeln beachten.  Foto privat

Wenn Peter Slodczyk mit seinen Drohnen in die Luft geht, muss er strenge Regeln beachten. Foto privat

Foto: Mixer/dpa

Cuxland

Strenge Regeln für Drohnenflüge

Von Kristin Seelbach
19. Februar 2016 // 18:06

Peter Slodczyk ist Drohnenpilot. Der 52-Jährige aus Langen geht regelmäßig mit seinen Flugobjekten in die Luft, gut 1000 Starts und Landungen hat er in den vergangenen sieben Jahren absolviert. Aus der Luft liefert der gelernte Informatiker mit seinen Drohnenflügen Bilder aus der Vogelperspektive  - von Unternehmen, Immobilien oder Windkraftanlagen. Doch dabei darf der Langener nicht einfach fliegen, wie er will. Für die Benutzung der Drohnen gibt es strenge Regeln vom Gesetzgeber:  Seit Juni 2015 gelten neue Regelungen für Hobby-Piloten, die ihre Drohnen und Quadrocopter oder andere Flugmodelle abheben lassen möchten. Der Gesetzgeber und die Deutsche Flugsicherung (DFS) unterscheiden zwischen Drohnen, Quadro- und Multicopter im Sport- und Hobby-Bereich, die als Flugmodelle bezeichnet werden, und zwischen Geräten, die zu gewerblichen Zwecken verwendet werden. Letztere werden „unbemannte Luftfahrtsysteme“ (UAS) genannt. Besonders in Flughafennähe ist Vorsicht geboten: Verstoße werden aufgrund von gefährlichen Eingriffen in den Luftverkehr geahndet.

Kontrollzonen um Flughäfen beachten

Um einen reibungslosen Start und eine sichere Landung an Deutschlands 16 internationalen Flughäfen zu gewährleisten, gelten für die sogenannten Kontrollzonen besondere Flugregeln. Die Kontrollzonen umfassen ein Gebiet von 1,5 km rund um die Flughafenbegrenzung. Innerhalb der Kontrollzonen dieser Flughäfen ist das Fliegen mit Flugmodellen komplett untersagt. Startet außerhalb dieses Radius ein Luftfahrzeug, wird eine Erlaubnis der Flugsicherung nötig. Die Flugsicherung unterscheidet nach Flughöhe sowie Gewicht. Flugmodelle, die ein Gesamtgewicht von 5 Kilogramm sowie eine Flughöhe von 30 Metern nicht überschreiten, haben seit Juni eine Pauschal-Erlaubnis. Bei UAS gilt ein Maximalgewicht von 25 Kilogramm sowie eine Flughöhe von bis zu 50 Metern.

Außerdem gelten folgende Regeln für Drohnenflüge:

  • Der Steuerer muss Sichtkontakt zum unbemannten Luftfahrtsystem haben, was Hilfsmittel wie Ferngläser oder Nachtsichtgeräte sowie On-Board-Kameras ausschließt.
  • Während des Flugs ist der Steuerer oder eine Person, die mit ihm in Kontakt steht, verpflichtet, den Luftraum ständig zu beobachten.
  • Bemannter Flugverkehr hat stets Vorrang und ihm ist auszuweichen; wahlweise durch das Verringern der Flughöhe oder durchs Landen.
  • Gerät ein Flugmodell außer Kontrolle, ist die zuständige Flugverkehrskontrollstelle unverzüglich zu benachrichtigen.
Weitere Infos zum Fliegen mit Drohnen bietet die Deutsche Flugsicherung auf ihrer Homepage.  Was ist eigentlich eine Drohne?

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