Der Stein des Anstoßes: Die Vorsitzende Irene Führer mit einer der verplombten Spendendosen, Mitarbeiterin Alina Scholtyssek und Hündin Clips, die – wie so viel Tiere – derzeit ein Zuhause sucht.

Der Stein des Anstoßes: Die Vorsitzende Irene Führer mit einer der verplombten Spendendosen, Mitarbeiterin Alina Scholtyssek und Hündin Clips, die – wie so viel Tiere – derzeit ein Zuhause sucht.

Foto: Seelbach

Cuxland

Tierischer Ärger ums Cuxhavener Tierheim

Von Kristin Seelbach
30. Mai 2017 // 07:00

Eigentlich sollte der Tierschutzverein Cuxhaven sich um herrenlose Tiere kümmern, doch derzeit machen vor allem die Menschen dem Verein Sorgen. Zwei ehemalige Mitglieder haben Anzeige gegen die Vorsitzende Irene Führer erstattet. Es geht um angeblich verschwundene Spenden.

Vorsitzende weist Vorwürfe zurück

Führer selbst weist die Vorwürfe vehement zurück und wird dabei von ihrer Stellvertreterin, Anke Ott, unterstützt. Die beiden Frauen sprechen von einer "Hetzkampagne" gegen das Tierheim und den Vorstand.

"Keine Unregelmäßigkeiten festgestellt"

"Ich habe selbst alle Unterlagen geprüft und keine Unregelmäßigkeiten festgestellt", sagt Ott, die selbst im kaufmännischen Bereich arbeitet. Derzeit laufen die Ermittlungen, Polizei und Staatsanwaltschaft müssen prüfen, was an den Vorwürfen gegen die Vereinsvorsitzenden dran ist.

Umzug des Tierheims verzögert sich weiter

Das seit Jahren schwelende Umzugsverfahren - das marode Tierheim möchte gerne ins ehemalige Munitionsdepot Oxstedt umziehen - scheint sich zudem weiter hinzuziehen.  Anfang März 2017 hatte der Vereinsvorstand ein Bürgerbegehren bei der Stadt eingereicht, weil diese angeblich mit einem anderen Interessenten für das ehemalige Munitionsdepot verhandelt.

Bürgerbegehren bei Stadt eingereicht

In dem Begehren fragt der Verein, ob die Cuxhavener es befürworten, dass die Fundtierbetreuung an den Tierschutzverein Cuxhaven übergeben und der Vertrag mit dem Tierhof Drochtersen aufgelöst wird. Des Weiteren sollen die Bürger darüber befinden, ob der Verein von der Stadt einen jährlichen Betrag von 40 000 Euro sowie einen einmaligen Zuschuss von 100 000 Euro für den Umzug ins Munitionsdepot erhalten soll.

Noch kein offizieller Bescheid über Bürgerbegehren

Gerüchten zufolge soll der Verwaltungsausschuss es abgelehnt haben, ein offizieller Bescheid –  mit Begründung – steht allerdings noch aus. Bis Redaktionsschluss war von der Stadt keine Stellungnahme dazu zu bekommen. Allerdings hat der Vereinsvorstand – im Fall der Ablehnung – bereits Widerspruch angekündigt.  

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