Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen findet, dass der Schutz einer Art - also des Wolfes - nicht zum Verlust von 30 anderen Rassen führen darf.

Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen findet, dass der Schutz einer Art - also des Wolfes - nicht zum Verlust von 30 anderen Rassen führen darf.

Foto: Wagner/dpa

Cuxland

Tierschützer wegen Wölfen besorgt

Von nord24
6. Juni 2020 // 18:10

Sorge um ihre Tiere hat die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Grund dafür ist der Wolf.

„Wölfe überwinden stark gesicherte Weiden. Die Risse finden in der Nähe von Gebäuden und Orten statt“, warnt Wolfgang M. Schüßler aus Meckelstedt. Er ist Sprecher der GEH-Regionalgruppe Elbe-Weser-Dreieck. Diese ist für die Landkreise Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg, Stade, Verden sowie für die Städte Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven zuständig.

174 Nutztierrassen gefährdet

Für Schüßler ist klar: Die Zahl der Wölfe steigt, die Bestandszahlen von Schafen und Ziegen nehmen ab. „Nicht nur Risse reduzieren die Bestände, sondern auch die Auswirkungen auf die überlebenden Tiere wie Verletzungen und Totgeburten. Vergessen wird oft die lange Tragezeit der Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch, dass nur ein bis zwei Kälber oder Lämmer geboren werden“ so der Sprecher. Die GEH-Regionalgruppe weist darauf hin, dass 174 Nutztierrassen bundesweit gefährdet seien. „Der Schutz einer Art darf nicht zum Verlust von 30 anderen Rassen führen, denn einige dieser Rassen sind in ihrem Bestand extrem gefährdet“, betont er.

Was Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) zu dem Thema sagt, lest Ihr am 7. Juni 2020 im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.

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