Die Tourismusbeiträge für Gastronomen werden in Wurster Nordseeküste nach Sitzplätzen berechnet, auch wenn die bei schlechtem Wetter frei bleiben. In der Kurzone I mit Dorum und Wremen sollen sie um rund 85 Prozent steigen; in allen anderen Orten um knapp 55 Prozent.

Die Tourismusbeiträge für Gastronomen werden in Wurster Nordseeküste nach Sitzplätzen berechnet, auch wenn die bei schlechtem Wetter frei bleiben. In der Kurzone I mit Dorum und Wremen sollen sie um rund 85 Prozent steigen; in allen anderen Orten um knapp 55 Prozent.

Foto: Symbolfoto: Peters/dpa

Cuxland

Tourismusabgabe in Wurster Nordseeküste: Gastronomen sind sauer

Von Heike Leuschner
11. Dezember 2017 // 15:00

Es brodelt in der Gemeinde Wurster Nordseeküste. Vor allem bei Gastronomen regt sich Widerstand gegen eine Neukalkulation der Tourismusabgabe, die alle Unternehmer und Freiberufler in der Gemeinde trifft, die vom Fremdenverkehr profitieren.

"Aufregung bei den Gewerbetreibenden"

So sieht der Entwurf beispielsweise vor, dass sich die Abgabe für Gaststättenbetreiber künftig fast verdoppelt. Fahrradvermieter, Taxen- und Busbetriebe würden das 3,5-Fache ihres bisherigen Beitrags bezahlen. Jetzt hat sich die Industrie- und Handelskammer eingeschaltet. "Die Aufregung ist groß unter den Wurster Gewerbetreibenden“, berichtet der Cuxhavener IHK-Geschäftsführer Jochen Werwath.

Gemeinde unter Druck

Die Gemeinde sieht sich unter Druck: Bis zum 31. Dezember 2017 muss sie die Tourismusbeitragssatzung umschreiben. Grund für die geplante Neufassung sind geänderte Landesbestimmungen. Danach haben sich zum einen der Begriff des Fremdenverkehrsbeitrages in Tourismusbeitrag und zum anderen die Bestimmungen zur Kalkulation dieses Beitrags geändert.

Beiträge neu kalkuliert

Das hat die Gemeinde zum Anlass genommen, nicht nur den Text umzuschreiben, sondern auch gleich den Tourismusbeitrag für die nächsten drei Jahre neu kalkulieren zu lassen. Ihr Ziel ist es, dadurch rund 87.100 Euro mehr einzunehmen. Dieses Geld sei aufgrund erheblich gestiegener Kosten im Bereich Tourismus zwingend erforderlich und angesichts der Finanzsituation der Gemeinde unumgänglich, argumentiert die Verwaltung.

Kommune muss 1,36 Millionen Euro Verlust ausgleichen

Insgesamt muss die Kommune in diesem Jahr – witterungsbedingt – einen Verlust von 1,36 Millionen Euro für ihre 100-prozentige Tochter Kurverwaltung sowie das Nationalpark-Haus abdecken – 98.100 Euro mehr als geschätzt.  

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