Ein Mitarbeiter einer Klinik wird von einem Kollegen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft. In Bremerhaven und im Landkreis sind die Impfungen auch angelaufen. Symbolfoto: dpa

Ein Mitarbeiter einer Klinik wird von einem Kollegen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft. In Bremerhaven und im Landkreis sind die Impfungen auch angelaufen. Symbolfoto: dpa

Foto: dpa

Cuxland

Übriggebliebene Impfdosen - das passiert in Stadt und Land damit

6. Januar 2021 // 18:32

Was passiert mit Impfdosen in Stadt und Land, die nicht verimpft werden konnten?

Die mobilen Impfteams im Landkreis Cuxhaven und in der Stadt Bremerhaven rücken derzeit täglich zu Pflegeeinrichtungen aus, um Menschen gegen Covid-19 zu impfen. Doch was passiert eigentlich, wenn eine Person dort sich kurzfristig gegen die Impfung entscheidet oder plötzlich erhöhte Temperatur oder eine Erkältung aufweist? Fest steht: Die kostbaren Impfdosen werden nicht ungenutzt entsorgt. Erst einmal aufgetaut, müssen sie allerdings schnell verimpft werden.

Mitarbeiter impfen sich selbst

Kirsten von der Lieth, Sprecherin des Landkreises Cuxhaven, erklärt, dass man zunächst natürlich versuche, die benötigten Impfdosen möglichst genau zu planen. Daher leiste man ja auch schon im Vorfeld eine umfangreiche Vorarbeit in den Einrichtungen. Dennoch komme es vor, berichtet von der Lieth, dass Impfstoff nicht wie vorgesehen verbraucht werde. „Verschlossene Ampullen mit dem Impfstoff können gekühlt bis zu fünf Tage verwendet werden. Sie gehen zurück ins Impfzentrum und werden von dort auf die nächsten Einrichtungen auf der Liste verteilt. Der Impfstoff aus angebrochenen Ampullen wird für die Mitarbeitenden der Impfteams verwendet“, teilt sie mit.

Genaue Prüfung im Vorfeld

Volker Heigenmooser, Sprecher des Magistrats in Bremerhaven, erklärt es genauso. Vor jedem Einsatz in den Pflegeeinrichtungen prüften die Mitarbeiter der mobilen Impfteams, wer dort geimpft werden müsse. Sollte es allerdings dazu kommen, dass eine Person nicht geimpft werden kann, werde die Impfdose kurzfristig anderweitig verimpft. „Das kann eine Person in der Einrichtung oder im Umfeld der Einrichtung sein, auf die die Vorgaben der STIKO passen“, erklärt Heigenmooser. Die STIKO ist die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes. Das könnten aber auch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder der Corona-Ambulanz sein. Klar sei, dass keine einzige Impfdose ungenutzt entsorgt werde. Das gelte auch für das Impfzentrum. (jg)

Immer informiert via Messenger
Würdest du dir die Haare selbst schneiden?
595 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger