Schwere Sturmschäden, gespaltener Stamm: Die Rettung der tausendjährigen Eibe in Kirchwistedt ist eine Herkulesaufgabe.

Schwere Sturmschäden, gespaltener Stamm: Die Rettung der tausendjährigen Eibe in Kirchwistedt ist eine Herkulesaufgabe.

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Cuxland
Wissenschaft

Uralt-Eibe in Kirchwistedt: Stirbt der Baum nach 1000 Jahren?

Von Jens Gehrke
9. Dezember 2016 // 17:00

Was dieser Baum alles zu erzählen hätte. 1000 Jahre Geschichte stecken in der Eibe. Sie ist der älteste Baum zwischen Weser und Elbe. Ein Baum für die Ewigkeit? Gerade sieht es nicht gut aus. Ausgerechnet am Ewigkeitssonntag fügte ein Sturmtief der Eibe schwere Schäden zu. Der historische Baum in Kirchwistedt bei Beverstedt steht kurz vor dem Ende.

Es steht schlecht um den alten Riesen

Am 20. November, dem Ewigkeitssonntag, hatte das schwere Sturmtief Nannette der tausendjährigen Eibe neben dem Kirchwistedter Gemeindehaus einen erheblichen Schaden zugefügt. Jetzt ist klar: Experten gehen davon aus, dass dieser historischer Baum ist nicht mehr zu retten ist.

Kleiner Hoffnungschimmer am Horizont

Die Hoffnung wollen die Kirchwistedter nicht ganz aufgeben. Auch wenn es im Moment so aussieht, als ob die Eibe sehr stark geschädigt ist, besteht Hoffnung, dass sie wieder austreiben wird und sich dadurch verjüngt. "Da Eiben sehr robust und widerstandsfähig sind, bleibt doch ein kleiner Hoffnungsschimmer", sagt Landschaftsarchitekt Lüder Hoppe. Hier mehr zu Eiben. (khe)

Was die Eibe schon erleiden musste

  • In den 1950-Jahren wurde der Stamm mit Ziegelsteinen und Mörtel gefüllt, um den Baum zu stabilisieren. Aus heutige Sicht ein schwerer Fehler.
  • Der historische Baum sollte 1997 dem Neubau des Gemeindehauses weichen. Der stellvertretende Kirchenvorsteher Hermann Oerding leistete seinerzeit derart massiven Widerstand, dass die fertigen Baupläne wieder verworfen werden.
 

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