Das verwüstete Haus der Nordholzer Familie.

Das verwüstete Haus der Nordholzer Familie.

Foto: Seelbach

Cuxland

Vermülltes Flüchtlingshaus in Nordholz: Wer zahlt?

Von Kristin Seelbach
26. September 2018 // 14:00

Acht Monate lebte eine mindestens 18-köpfige Flüchtlingsfamilie in einem Wohnhaus im Nordholzer Moorkamp. Im September 2016 zog die Familie aus. Bei der Hausübergabe dann die böse Überraschung: Das Haus war einem katastrophalen Zustand.

Haus muss renoviert werden

Brandflecken im Fußboden, Urinspuren an den Wänden und aufgetretene Türen. Das Haus muss dringend renoviert werden. Doch die Eigentümer streiten sich seit Jahren mit der Gemeinde über die Renovierungskosten von 50.000 Euro, die diese übernehmen soll.

25.000 Euro reichen nicht

Die Gemeinde tritt bei der Unterbringung von Flüchtlingen als Mieter auf, und setzt die Kosten bei 25.000 Euro an. Dieses Geld haben die Eigentümer auch bereits bekommen. Bezahlt durch den sogenannten Kommunalen Schadensausgleich, eine Art Haftpflicht der Kommunen.

Gerichtsverfahren gegen Gemeinde

Doch diese Summe reicht der Nordholzer Familie nicht. Sie hat mittlerweile auch einen Anwalt eingeschaltet. Da keine Einigung zur Schadenshöhe und zur Frage, wer welche Schäden verursacht hat, erzielt werden konnte, strengt die Familie ein Gerichtsverfahren gegen die Gemeinde an.

Immer informiert via Messenger

Ist es die richtige Entscheidung, dass der Weihnachtsmarkt 2020 in Bremerhaven stattfinden darf?

1526 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger