Symbolbild: Eine Krankenschwester steckt im Krankenhaus eine Probe mit einem Nasenabstrich eines Patienten, der auf das neuartige Coronavirus getestet wird, in einen Behälter. Foto: Jean-Christophe Bott/ dpa

Symbolbild: Eine Krankenschwester steckt im Krankenhaus eine Probe mit einem Nasenabstrich eines Patienten, der auf das neuartige Coronavirus getestet wird, in einen Behälter. Foto: Jean-Christophe Bott/ dpa

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Cuxland

Virus-Variante: Gesundheitsamt in Bremerhaven forscht nach

8. Januar 2021 // 14:29

Das Gesundheitsamt in Bremerhaven hat schon vor zwei Wochen Nachforschungen begonnen, um die Frage zu klären, ob die Coronavirus-Variante B.1.1.7 in der Seestadt angekommen ist.

Gespräche mit den Laboren

Das teilt Magistratssprecher Volker Heigenmooser mit. Das Gesundheitsamt hat demnach Kontakt zu einer Reihe von Laboren aufgenommen, zu denen die PCR-Tests von Getesteten aus Bremerhaven geschickt werden. Laut Heigenmooser laufen nun Gespräche mit den Laboren, inwieweit die Einrichtungen Genom-Sequenzierungen selbst machen oder veranlassen können. Geprüft wird auch, ob die Sequenzierungen mit eigenen finanziellen Mitteln des Gesundheitsamtes in Auftrag gegeben werden.

Variante gilt als sehr ansteckend

Die Sequenzierungen geben Aufschluss darüber, um welche Coronavirus-Variante es sich bei positiven PCR-Tests handelt. So kann die Coronavirus-Variante B.1.1.7 identifiziert werden. Diese Untersuchungen gehen also über die Frage hinaus, ob ein Test negativ oder positiv ist, und sind sehr aufwendig. Die Variante B.1.1.7 gilt als deutlich ansteckender und hat sich in Großbritannien bereits ausgebreitet.

Thema genau im Blick

Wie Heigenmooser mitteilt, wird dieses Thema im Gesundheitsamt genau verfolgt. Die gilt auch für den Landkreis Cuxhaven. Das Gesundheitsamt in Cuxhaven ist sensibilisiert. „Wenn bei uns im Rahmen der Kontaktermittlung Besonderheiten auffallen, die auf eventuelle Mutationen oder andere Virus-Typen schließen lassen, wird Kontakt zu dem Labor aufgenommen, um Proben nach Berlin in die Virologie der Charité schicken zu lassen, wo eine entsprechende Sequenzierung vorgenommen wird“, teilt Landkreis-Sprecherin Kirsten von der Lieth mit. Bisher seien dabei noch keine ungewöhnlichen Ergebnisse aufgefallen. Ein Ergebnis stehe allerdings noch aus.

Auftreten bislang nicht bestätigt

Bislang ist also nicht abschließend zu sagen, ob die Variante schon in Bremerhaven oder im Landkreis aufgetaucht ist. Mehrere Medien hatten zuletzt darüber berichtet, dass diese Sequenzierungen in Deutschland viel seltener Praxis sind als in anderen Ländern wie etwa Großbritannien. Das ermögliche der Variante, sich möglicherweise länger unentdeckt auszubreiten.

(jg)

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