Das Risiko Wolf ist zu hoch: Die Kinder der Wollingster Kita sollen künftig nur noch mit Elternbegleitung auf Wanderungen gehen. Oliver Fröhlich (links) von der Gemeinde Beverstedt und Kita-Leiterin Elke Brandt (Zweite von rechts) betonen die Verantwortung, die Kitas für die Kinder haben.

Das Risiko Wolf ist zu hoch: Die Kinder der Wollingster Kita sollen künftig nur noch mit Elternbegleitung auf Wanderungen gehen. Oliver Fröhlich (links) von der Gemeinde Beverstedt und Kita-Leiterin Elke Brandt (Zweite von rechts) betonen die Verantwortung, die Kitas für die Kinder haben.

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Cuxland

Wandertage ausgesetzt: Wolf verunsichert erste Kindergärten im Cuxland

Von Jens Gehrke
17. Februar 2017 // 09:00

Die Kinder der Wollingster Kita lieben es, in der warmen Jahreszeit den Gemüsegaren zu besuchen oder den Bollerwagen zu packen und im Grünen zu picknicken. Damit ist nun vorerst Schluss. Der Grund ist der Wolf. 

Verantwortung für Kindergruppe

Nach den jüngsten Wolfssichtungen sei ein Ausflug mit zwei Erzieherinnen für eine Kindergruppe nicht mehr zu verantworten. „Wir wissen nicht, wie sich die Kinder bei einer Wolfsbegegnung verhalten.“ Auch in Frelsdorf hat man reagiert. In anderen Gemeinden wird das Thema Wolf ebenfalls diskutiert, doch dort finden Wanderungen und Ausflüge weiterhin statt.

Atypisches Wolf-Verhalten bereitet Sorge

Die Kita-Leiterin in Wollingst hat ihre Entscheidung mit der Gemeinde Beverstedt abgestimmt. Dort ist Oliver Fröhlich für den Bereich Kindertagesstätten zuständig. „Auch in dem Wissen, dass man auf einen Wolf treffen könnte, der sich nicht typisch verhält, wird derzeit auf Wanderungen und Ausflüge generell verzichtet“, teilte Fröhlich mit. Die Kinder in Wollingst und Frelsdorf hielten sich nun überwiegend auf dem Außengelände der Kitas im Freien auf.

Eltern sollen Wanderungen begleiten

Die Erzieherinnen und die Gemeinde suchen Wege, damit die Kinder wieder die Möglichkeit bekommen, die Natur zu erkunden. In Frelsdorf sollen im Frühjahr Gespräche bei einem Elternabend klären, wie die Eltern die Situation einschätzen. Nur mit einem breiten Rückhalt der Elternschaft sollen die Wanderungen wieder aufgenommen werden. Man will Mütter und Väter dafür gewinnen, die Spaziergänge zu begleiten.

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