Lieber dicke Marie als dünnes Plastik: Gundi Aldag und Rolf Müller wollen genau wie ihre Kunden beim Bezahlen nicht auf das Bargeld verzichten.  Fotos (6) Gehrke

Lieber dicke Marie als dünnes Plastik: Gundi Aldag und Rolf Müller wollen genau wie ihre Kunden beim Bezahlen nicht auf das Bargeld verzichten. Fotos (6) Gehrke

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Cuxland

Warum Bargeld für Kunden wichtig ist

Von Jens Gehrke
30. Mai 2016 // 16:00

Das Aus für den 500-Euro-Schein ist besiegelt, die ersten Städte verabschieden sich von den Ein- und Zwei-Cent-Münzen.  Ein Umbruch hat begonnen – keiner weiß, ob nicht am Ende die Abschaffung des Bargelds steht. Die Debatte übers Für und Wider ist jedenfalls voll entbrannt. 

Münzen und Scheine sind weiter gefragt

nord24.de stellt Händlern und Kunden die Gretchenfrage: Wie halten Sie es eigentlich mit dem Bargeld? Die Antwort ist klar: Auf Scheine und Münzen will (noch) kein Beverstedter verzichten. Das sagen die Händler und Kunden:

Schon gewusst? Fakten rund ums Bargeld

  • 53 Prozent des Einzelhandelsumsatzes wurden im Jahr 2014 laut EHI Retail Institute in bar abgewickelt.
  • 85 Prozent der jährlich rund 15 Milliarden Transaktionen im Einzelhandel werden über Lebensmitteleinzelhandel und Drogerien abgewickelt.
  • Im Durchschnitt hat jeder Bundesbürger 103 Euro in Scheinen und 5,73 Euro in Münzen im Portemonnaie.
  • Hohe Banknoten: Grundsätzlich steht es jedem Kunden frei, ob er mit einem 200-Euro- oder 20-Euro-Schein bezahlt. Händler dürfen aber die Annahme großer Stückelungen ausschließen, etwa per Hinweisschild.
  • Sparstrumpf geplündert: Gemäß Münzgesetz ist kein Händler verpflichtet, mehr als 50 Münzen anzunehmen.
  • 1- und 2-Cent-Münzen sind in den Niederlanden praktisch nicht mehr im Umlauf. Holländische Geschäfte runden die vom Kunden zu zahlenden Beträge auf fünf Cent auf oder ab.
  • In Schweden spielt Bargeld fast keine Rolle mehr. Brötchen beim Bäcker, Zeitungen am Kiosk, Bier in der Bar – alles läuft elektronisch.
  • Barzahlungs-Höchstgrenzen sind in vielen europäischen Ländern üblich. Beispiel Italien: 2999,99 Euro.
  • 500-Euro-Scheine machen nur drei Prozent aller Euro-Scheine aus, doch knapp 30 Prozent des Bargeld-Wertes.
     

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