Nicht nur am Telefon kümmern sich die Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge um die Menschen im Elbe-Weser-Raum, auch die Online- und Chatberatung wird stark nachgefragt, vor allem von jungen Menschen.

Nicht nur am Telefon kümmern sich die Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge um die Menschen im Elbe-Weser-Raum, auch die Online- und Chatberatung wird stark nachgefragt, vor allem von jungen Menschen.

Foto: picture alliance / Markus Scholz/dpa

Cuxland

Wegen Corona: Mehr Menschen in der Region suchen Hilfe

26. November 2020 // 13:50

Einsamkeit, Jobverlust, Covid-19: In der Corona-Krise nehmen die Ängste der Menschen zu. Das spüren auch die Mitarbeiter der Telefonseelsorge.

Kontaktverbote wirken sich auf Zahlen aus

Die Telefonseelsorge Elbe-Weser ist im Corona-Jahr 2020 stärker nachgefragt worden als sonst. „Die konkreten Kontaktverbote haben eindeutig Auswirkungen auf die Zahl der Hilfesuchenden“, sagt Leiter Daniel Tietjen. Den Menschen bereiteten mehrere Themen Sorgen, etwa Einsamkeit, Angst vor wirtschaftlichen Einbußen oder vor einer Infektion mit dem Virus.

Kein Anstieg des Themas Suizid

Tietjen ärgert sich, dass das Beratungsangebot von Corona-Leugnern instrumentalisiert werde. „In den sozialen Netzwerken findet man teilweise Aufrufe, sich bei der Telefonseelsorge zu melden. Diese werden dann unterlegt mit angeblich massiv gestiegenen Suizid-Zahlen.“ Die Zahlen sprächen jedoch eine andere Sprache, so Tietjen. „Um es deutlich zu sagen: Wir nehmen keinen Anstieg des Themas Suizid bei uns in der Statistik wahr.“

Welche Themen die Seelsorger mit den Menschen speziell vor Weihnachten besprechen, lest ihr bei NORD|ERLESEN.

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