Hans Schulze-Eickenbusch von der BI Windpark Meyenburg/Aschwarden und die Uthlederin Karen Lingner-Bahr reden beim Termin in Meyenburg mit Vertretern des Kreises Osterholz, der für die Genehmigung zuständig ist.

Hans Schulze-Eickenbusch von der BI Windpark Meyenburg/Aschwarden und die Uthlederin Karen Lingner-Bahr reden beim Termin in Meyenburg mit Vertretern des Kreises Osterholz, der für die Genehmigung zuständig ist.

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Cuxland
Windkraft

Windpark Viehsteige: Mehr als 200 Bürger bei Erörterungstermin

Von Jens Gehrke
22. September 2016 // 20:54

Mit so einem Interesse hatte der Kreis Osterholz nicht gerechnet: Rund 200 Gäste drängten sich am Donnerstagabend (22. September 2016) im Meyenburger Dorphuus, um den Erörterungstermin zum geplanten Windpark Viehsteige zu verfolgen. Unter ihnen auch Uthleder, die sich gegen das Projekt an der Kreisgrenze wehren.

Windpark Viehsteige: 17 Anlagen geplant

Die Veranstaltung begann damit, dass der zuständige Dezernent des Kreises Osterholz, Dominik Vinbruck, eine Übersicht darüber gab, was im Windpark Viehsteige überhaupt beantragt ist.Es sollen 17 Windräder mit einer Höhe von fast 190 Metern entstehen, die nördlich der Ortschaft Meyenburg und südlich des Aschwardener Flutgrabens liegen. Sechs individuelle Einwendungen und eine Sammeleinwendung mit mehr als 400 Unterschriften wurden erörtert.

Künftiger Lärm bereitet Bürgern Sorge

Die Knackpunkte wurden schon bei einer Fragestunde vor der eigentlichen Erörterung deutlich. Die Anwohner befürchten Lärm und Schattenwurf, die Zerstörung des Landschaftsbildes sowie Probleme durch eine geplante Grundwassersenkung. Das Vertrauen der Meyenburger und anderer Betroffener in die jeweiligen Gutachter und die Vertreter der Kreisverwaltung ist offenbar gering. Auch wurde der Umgang mit dem Genehmigungsverfahren selbst kritisiert.

Zukunft der Kinder im Blick

Meyenburg/Aschwarden am Dienstag hatten sie sich engagiert. Hans Schulze-Eickenbusch von der BI trug vor, dass es bei der Entscheidung um die Gesundheit und Zukunft der Kinder gehe und forderte den Kreis dazu auf, die Genehmigung zu verweigern. Er kündigte den Gang vors Verwaltungsgericht an. Bei der Erörterung von mehr als 50 Einzelpunkten standen mehrere Experten aus der Kreisverwaltung und Gutachter den Bürgern Rede und Antwort. Bis 21.35 dauerte die Veranstaltung, die um 17 Uhr begann. Dann wurde die Erörterung nach mehreren Hinweisen von den Zuhörern auf Unzumutbarkeit ob der fortgeschrittenen Zeit unterbrochen und soll nun voraussichtlich in der zweiten Oktoberwoche fortgeführt werden.  

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