Einer der Pflöcke zwischen Bad Bederkesa und Kührstedt, die die insgesamt 13 Standorte der geplanten Windparkanlagen angeben. Die Markierungen, die die PNE Wind AG in den Boden gerammt hat, lassen beim Verschönerungsverein in Bad Bederkesa die Alarmglocken schrillen.

Einer der Pflöcke zwischen Bad Bederkesa und Kührstedt, die die insgesamt 13 Standorte der geplanten Windparkanlagen angeben. Die Markierungen, die die PNE Wind AG in den Boden gerammt hat, lassen beim Verschönerungsverein in Bad Bederkesa die Alarmglocken schrillen.

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Cuxland

Windpark bei Bad Bederkesa soll in zwei Etappen entstehen

Von Andreas Schoener
15. April 2016 // 09:00

Die Windpark Kührstedt-Alfstedt GmbH, Tochter der PNE Wind AG, hat beim Landkreis beantragt, die acht Anlagen in Kührstedt und Alfstedt zuerst errichten zu dürfen. Das Verfahren für den Bereich Bad Bederkesa – hier sollen fünf weitere Anlagen entstehen – ruht vorerst. Die Stadt Geestland will zunächst das Ergebnis des Seeadler-Gutachtens abwarten.

"Wir werden das Gutachten abwarten"

Ob der Windpark genehmigt wird,  hängt von diesem Gutachten ab. Es soll Auskunft darüber geben, ob der artengeschützte Vogel den geplanten Windpark überfliegt, um seinen Nachwuchs zu versorgen. Nach mehreren Brutabbrüchen hat der Seeadler jetzt erfolgreich gebrütet. Bei der PNE Wind gibt man sich entspannt. Rainer Heinsohn:  „Wir werden das Gutachten abwarten, gehen aber davon aus, dass die Pläne für unser Projekt nicht beeinträchtigt werden.“

Kritik vom Verschönerungsverein

Dr. Hans Hellberg, Vorsitzender des Ausschusses für Landschaft und Umwelt im Verschönerungsverein zu Bederkesa, ist erzürnt ob dieser Entwicklungen. „Der Antrag auf Genehmigung ist gestellt worden, obwohl der Kreis genau weiß, dass die Brut der Seeadler in Kührstedt erfolgreich ist.“ Dies stehe im Widerspruch zu den Auflagen, zunächst die Nahrungsrouten während der Aufzuchtzeit zu untersuchen.

Landkreis spricht von einem "legitimen Zeitfenster"

Beim Landkreis als Genehmigungsbehörde ist man anderer Ansicht: „Bei einem Windpark handelt es sich um ein komplexes Vorhaben, bei dem viele Aspekte geprüft werden müssen“, sagt Andreas Eickmann, Leiter des Amtes für Bauaufsicht und Regionalplanung. Insofern sei es legitim, dass PNE jedes Zeitfenster nutze, um Teilaspekte wie Schallschutz, Schattenwurf oder Naturschutz des Vorhaben prüfen zu lassen.

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