Ein bisher noch unzureichendes Stromübertragungsnetz dient der Bundestagsfraktion als Argument für das erneute Ausbremsen der Offshore-Windenergie. Ferlemann mahnt zu einem schnelleren Ausbau des Leitungsnetzes

Ein bisher noch unzureichendes Stromübertragungsnetz dient der Bundestagsfraktion als Argument für das erneute Ausbremsen der Offshore-Windenergie. Ferlemann mahnt zu einem schnelleren Ausbau des Leitungsnetzes

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Cuxland

Windstrombremse: Ferlemann (CDU) will sich gegen seine Partei stellen

Von Andreas Schoener
7. Juli 2016 // 07:00

Die Pläne der Bundesregierung,  den Ausbau von Offshore-Windenergie so lange auf Eis zu legen, bis das Stromübertragungsnetz den auf See produzierten Strom zu den Verbrauchern im Süden transportieren kann, sorgen im Cuxland für Empörung. Enak Ferlemann, parlamentarischer CDU-Staatssekretär aus Cuxhaven, will sich bei der Abstimmung am Freitag im Bundestag gegen seine Partei stellen und den Gesetzesentwurf ablehnen.

"Ausgehandelter Kompromiss ist das falsche Signal"

Ferlemann  hält den ausgehandelten Kompromiss für das falsche Signal. Der Christdemokrat hält einen schnelleren Leitungsausbau nun für das Gebot der Stunde. Niedersachsen müsse dabei endlich Gas geben, damit der Windstrom in die Industrieregionen kommt und nicht nutzlos verpufft und noch vom Verbraucher über die EEG-Umlage bezahlt werden muss. Wirtschaftsminister Lies sei dabei in der Pflicht. Die Umstellung auf ein Ausschreibungsverfahren beim Bau von Windparks hält Ferlemann für den richtigen Weg.

"Unglaublich, was die sich da ausgedacht haben"

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) fühlt sich von der Kanzlerin, der CDU, und von seinen eigenen Parteigenossen verraten. „Unglaublich, was die sich da ausgedacht haben“, schimpfte Lies.    

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