ehr Kitesurfer, weniger Platz – hier Cuxhaven-Sahlenburg – erhöht die Unfallgefahr für Kitesurfer, argumentieren die Betroffenen. Die Nationalparkverwaltung hält mit Umweltverträglichkeitsaspekten dagegen.

ehr Kitesurfer, weniger Platz – hier Cuxhaven-Sahlenburg – erhöht die Unfallgefahr für Kitesurfer, argumentieren die Betroffenen. Die Nationalparkverwaltung hält mit Umweltverträglichkeitsaspekten dagegen.

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Cuxland

Wurster Nordseeküste: Kitesurfer klagen gegen Nationalparkverwaltung

Von nord24
4. August 2017 // 19:00

Naturschützern sind sie ein Dorn im Auge: Kitesurfer, die, gezogen von großen bunten Lenkdrachen, bei Wind über die Nordsee gleiten.

Kitesurfer wollen klagen

Drei Mitglieder des Kitesportvereins Watt'nBoardSport in der Gemeinde Wurster Nordseeküste haben genug von den Beschränkungen, die ihnen die Niedersächsische Nationalparkverwaltung verordnet hat. Sie klagen.

Winterkiteverbot ärgert Wassersportler

Ursache des Konflikts sind die aus Kitesurfer-Sicht zu stark reglementierten Reviere, die ihnen nur noch von April bis Oktober von drei Stunden vor bis drei Stunden nach Hochwasser an der Wurster Küste zur Verfügung stehen. Noch mehr als über den beschränkten Platz ärgern sich die Sportler über das seit Ende 2013 geltende Winterkiteverbot zwischen November und März.

Kitesurfen ist per Gesetz verboten

Die Niedersächsische Nationalparkverwaltung hatte es aus Sorge um die Vogelwelt im Wattenmeer ausgesprochen. Grundsätzlich ist das Kitesurfen - anders als das Segeln oder Windsurfen - im Wattenmeer per Gesetz verboten. Ausnahmen davon gibt es zwar. Sie gelten aber immer nur für einige Jahre und müssen demnächst wieder neu ausgehandelt werden.

"Wollen mit anderen Wassersportlern gleichgestellt werden"

Anliegen der klagenden Vereinsmitglieder von Watt'nBoardSport ist es, am kommenden Montag vor dem Oberverwaltungsgericht Oldenburg mindestens die Kitesportmöglichkeiten zu erstreiten, die vor 2014 galten. „Am liebsten wäre es uns natürlich, wenn wir mit anderen Wassersportlern gleichgestellt würden“, sagt ein Sprecher des Vereins.

Kleine Fläche

Wassersportlern wie Seglern oder Windsurfern stünde rund 31 Prozent der Nationalparkfläche zur Verfügung, Kitesurfer dürften derzeit lediglich 0,38 Prozent nutzen.

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