Jens Hartlef (54) lebt im DRK-Wohnheim Quellenbrink in Schiffdorf. Seit Beginn der Pandemie müssen er und die anderen Bewohner auf vieles verzichten.

Jens Hartlef (54) lebt im DRK-Wohnheim Quellenbrink in Schiffdorf. Seit Beginn der Pandemie müssen er und die anderen Bewohner auf vieles verzichten.

Foto: Mark Schröder

Cuxland

Behinderte und Corona: Leben in Dauer-Quarantäne

11. Mai 2021 // 07:00

Viele Menschen leiden unter den Corona-Beschränkungen. Menschen mit Behinderung sind von den Maßnahmen jedoch noch viel stärker betroffen.

Geliebtes Ritual muss ausfallen

Für Jens Hartlef gibt es nichts Schöneres, als beim Bäcker um die Ecke mit einem Kaffee und einem Stück Kuchen zu sitzen. Inzwischen ist es fast 14 Monate her, dass der 54-Jährige dieses Ritual genießen konnte. Jens Hartlef ist einer von vielen Menschen mit Behinderung, denen die Pandemie mehr raubt als nur einen Konzertbesuch oder den Flug in den Süden. Für die Betroffenen hat sich ihr Leben in eine nicht enden wollende Quarantäne verwandelt.

Viele Aktivitäten gestrichen

Hartlef lebt seit fast 20 Jahren im DRK-Wohnheims Quellenbrink in Schiffdorf. Seit einem Unfall ist er an den Rollstuhl gefesselt. Seine Arbeitsstätte bei den Elbe-Weser Welten hat er seit dem ersten Lockdown im März 2020 nicht mehr besucht. Viele Aktivitäten im Wohnheim fallen aus. Unter ihren 23 Bewohnern seien einige, die sich inzwischen morgens fragten, „warum sie überhaupt noch aufstehen sollen“, berichtet Einrichtungsleiterin Claudia Koppetsch.

Warum die Pandemie das DRK Wesermünde vor besondere Herausforderungen stellt, lest ihr bei NORD|ERLESEN und in der NORDSEE-ZEITUNG.

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