Gedenken am Unglücksort im Juli 2015 an der Kreisstraße 48: Der Unfall erschütterte den Ort Lehnstedt.

Gedenken am Unglücksort im Juli 2015 an der Kreisstraße 48: Der Unfall erschütterte den Ort Lehnstedt.

Foto: Archivfoto: Baur

Cuxland

Freispruch nach Horrorunfall in Lehnstedt

Von nord24
30. März 2016 // 19:20

Der Unfalltod eines zwölf Jahre Jungen hat die Menschen in Lehnstedt im vergangenen Jahr bewegt. Eine 18-jährige Fahranfängerin hatte den Schüler übersehen und mit ihrem Auto erfasst. Der Junge starb wenig später im Krankenhaus. Heute wurde der Fall vor dem Amtsgericht Geestland verhandelt - der Prozess endete mit einem Freispruch. Die Faktenlage war eindeutig und sprach für die Angeklagte. Daher forderte auch der Staatsanwalt in seinem Plädoyer den Freispruch. Moralisch wie strafrechtlich sei der 18-Jährigen kein Vorwurf zu machen.

Richterin schließt sich der Staatsanwaltschaft an

„Fahrlässigkeit setzt Pflichtverletzung voraus“, führte er aus. Der Fahrerin seien zwei Vorschriften durch die Verkehrsschilder „Achtung Kinder“ und „Tempo 70“ auferlegt gewesen. Beide Pflichten habe sie durch die verringerte Geschwindigkeit und ihre Bremsbereitschaft erfüllt. Diesen Ausführungen schloss sich auch Jugendrichterin Dr. Claudia Schilling an. Sie sprach die 18-Jährige frei.

Junge war kurz zuvor aus dem Bus gestiegen

Zu dem Unfall war es gekommen, als der Junge aus einem Bus gestiegen war und die Straße überqueren wollte.  Die junge Fahrerin übersah ihn und erfasste den Zwölfjährigen.  

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