Marianne Brand fühlt sich abgehängt: Seit Anfang August gibt es keine durchgängige Bus-Verbindung mehr in die Kreisstadt Cuxhaven. Am Nordholzer Bahnhof müssen Fahrgäste in den Zug umsteigen.

Marianne Brand fühlt sich abgehängt: Seit Anfang August gibt es keine durchgängige Bus-Verbindung mehr in die Kreisstadt Cuxhaven. Am Nordholzer Bahnhof müssen Fahrgäste in den Zug umsteigen.

Foto:

Cuxland

Midlumerin fühlt sich von KVG Stade abgehängt

Von Heike Leuschner
18. August 2016 // 07:00

Das Busunternehmen KVG hat eine direkte Busverbindung zwischen Cuxhaven und Bremerhaven gestrichen. Verärgert sind darüber insbesondere Menschen, die zwischen den beiden Städten auf dem Lande leben. Während die KVG von „optimale Anschlüssen zu Zügen“ spricht, ärgern sich Senioren über die umständlicher gewordene Verbindung.

Ungünstige Abfahrtzeiten

„Wir fahren viel mit dem Bus“, sagt Marianne Brand. Mehrmals im Monat nutzt die Midlumerin zusammen mit ihrem drei Jahre älterer Mann die Verbindung in die Kreisstadt Cuxhaven. „Vor allem für Arztbesuche.“ Einen Führerschein hat sie nicht, und ihr Mann kann wegen eines Augenleidens nicht mehr Auto fahren. Die neuen Abfahrtzeiten der Busse in Midlum seien für sie äußerst ungünstig.

Ärgernis: Umsteigen

Noch mehr als über die veränderten Abfahrtzeiten ärgert sie sich darüber, dass die direkte Busverbindung nach Cuxhaven neuerdings weggefallen ist. Stattdessen muss sie jetzt in Nordholz in den Regionalzug umsteigen, um in die Kreisstadt zu gelangen.

KVG: Parallelverkehr zur Schiene nicht sinnvoll

Die KVG Stade als Betreiberin der Buslinie begründet die gestrichene Direktverbindung nach Cuxhaven damit, dass eine Schienenanbindung von Nordholz, Dorum und Wremen nach Cuxhaven und Bremerhaven existiert. „Es ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll, zu diesen Schienenverbindungen Parallelverkehre aufzubauen oder aufrecht zu erhalten.“

Immer informiert via Messenger
Wen wünscht ihr euch als Kanzler*in?
3805 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger