Leben jetzt unter schwierigsten Bedingungen in Serbien (von links): Familienmitglider Samir, Sermina, die Mutter, Samira sowie Sermir.

Leben jetzt unter schwierigsten Bedingungen in Serbien (von links): Familienmitglider Samir, Sermina, die Mutter, Samira sowie Sermir.

Foto: Gehrke

Cuxland

Nach Abschiebung: Beverstedter Kinderärztin startet Hilfsaktion für Roma-Familie

Von Jens Gehrke
29. Juni 2016 // 07:00

Sie hatten nachts eine halbe Stunde Zeit, um ihre Sachen zu packen. Wenig später saßen sie im Flieger nach Serbien. Zwei Jahre Leben in Deutschland: vergebens. Abschiebung. Die Roma-Familie Kaytazi musste Wollingst verlassen.

Unterstützungsaktion für Familie in Serbien

Die Beverstedter Kinderärztin Sofia Saifi  startet nun eine Unterstützungsaktion. Sie kann die Abschiebung der Familie Kaytazi nicht rückgängig machen, doch sie will den abgeschobenen Roma in Serbien helfen. Die Situation für Roma dort gilt als bedenklich. 

200 Euro pro Monat sind das Ziel

„Unsere Idee ist, dass wir eine Patenschaft übernehmen, um der Familie ein festes Dach über dem Kopf zu ermöglichen, dafür brauchen wir 200 Euro monatlich“, erklärt Saifi, die auch die Schirmherrschaft übernommen hat.  Über den Schlittschuhclub Bremerhaven, bei dem Saifi Teil des Vorstands ist, wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

Familie war gut integriert

Die Familie hatte zweifelsohne soziale Bande geknüpft. Sohn Samir besuchte die Oberschule Beverstedt und spielte bei JFV Biber Fußball. Tochter Sermina und Sohn Sermir besuchten die Kita Wollingst. Samira war Grundschülerin in Beverstedt, Mitglied im Wollingster Chor und Eiskunstläuferin beim SC Bremerhaven.  
  • Der Verein Schlittschuh-Club (SC) Bremerhaven hat ein Spendenkonto bei der Wespa eingerichtet
  • Mit der IBAN: DE 65 2925 0000 0003 0043 25, Stichwort „Hilfe“.
 

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