Mehr als 30 Ordner voller alter Postkarten, Bilder und anderen Zeugnissen vergangener Zeiten in den Ortschaften der Gemeinde Loxstedt und Umzu hat Klaus Eichholz, aus Dedesdorf, gesammelt.

Mehr als 30 Ordner voller alter Postkarten, Bilder und anderen Zeugnissen vergangener Zeiten in den Ortschaften der Gemeinde Loxstedt und Umzu hat Klaus Eichholz, aus Dedesdorf, gesammelt.

Foto:

Cuxland

Ordnerweise alte Ansichtskarten aus Loxstedt und umzu gesammelt

Von nord24
13. Januar 2016 // 18:26

Wie hat es in den Dörfern der Gemeinde Loxstedt und umzu früher ausgesehen? Das ist  oft auf alten Ansichtskarten zu sehen. Ein großes Archiv davon hat der 73-jährige Rentner Klaus Eichholz aus Dedesdorf. Seit mehr als 20 Jahren sammelt er Ansichtskarten und alte Fotos, die er akribisch einsortiert.

Zielsicher findet er die Ansichtskarten

Zielsicher greift der Sammler, der früher in Nesse gewohnt hat, in ein Regal voller Aktenordner und zieht einen von ihnen heraus. Sein Inhalt: Alte Postkarten und Bilder aus der Gemeinde Loxstedt, aus Bremerhaven und anderen Orten. Mehr als 30 solcher mit Raritäten gefüllter Ordner besitzt Eichholz. Wie viele Karten und Fotos es inzwischen sind, mag er nicht einmal schätzen. Er hat in den neunziger Jahre begonnen zu sammeln, als die Nesser Chronik geschrieben wurde.

Vergleichsfotos zu den alten Bildern gemacht

Wo es interessant war, bin ich hingefahren und habe die heutigen Ansichten fotografiert, damit man einen Vergleich hat, wie sich die Gesichter der Ortschaften in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben“, erzählt er. Am Anfang sei es gar nicht so einfach gewesen, an derartiges Material heranzukommen. „Die Leute waren zum Teil sehr misstrauisch und hatten manchmal auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel dadurch, dass sie aus der Hand gegebene Postkarten und Bilder entweder nicht zurückbekamen oder dass derjenige, dem sie das Material anvertraut hatten, damit Geld machte anstatt es zu archivieren und zu erhalten“, berichtet der Sammler weiter.

Die Ansichtskarten werden bestimmt zurückgegeben

Ihm hingegen gehe es darum, die alten Ansichten auch für die Zukunft zu sichern, versichert er. „Viel zu viele alte Bilder, Dokumente und dergleichen sind schon in den Müll gewandert und damit unwiederbringlich verloren“, bedauert Eichholz. Etliche seiner Stücke habe er deshalb auch aus an den Straßen stehendem Sperrmüll geholt und so in letzter Minute gerettet oder bei Haushaltsauflösungen aus dem Nachlass herausgesucht.  „Weil ich im Kreisvorstand des Sozialverbands Deutschland mitgearbeitet habe und Vorsitzender in Nesse war, bin ich nicht ganz unbekannt. Inzwischen wissen die Leute auch, wie ich mit den Dingen umgehe, die sie mir überlasse. Deshalb erhalte ich auch immer wieder neues Material“, ist er sicher. Zu seiner Verlässlichkeit gehöre, wenn gewünscht, auch eine sofortige Rückgabe der Sachen.

Die Ansichtskarten werden sofort zurückgegeben

„Es reicht ja wenn ich sie für eine kurze Zeit erhalte und reproduzieren lassen kann. Dann kommen sie sofort zurück“, verspricht er und erzählt schmunzelnd, dass die Sammelei inzwischen schon zur Manie geworden sei und er möglichst keinen Flohmarkt und keine Tauschbörse in der Umgebung auslasse. Aber nicht nur an Bildern und Postkarten ist der Rentner interessiert. „Mich reizen ebenso Festschriften von Vereinen, alte Geschäftspapiere, Briefe und dergleichen. Auch daraus kann man viel vom Leben in früheren Jahren erfahren“, meint er. Irgendwann will er seine Sammlung der Geschichtswerkstatt im Kulturzentrum Alte Schule in Stotel zur Verfügung stellen. Dort kann jeder sich die Karten ansehen. Kontakt:   Eichholz,  0 47 40/12 58.  (br)

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