Die Ponys verbringen auf dem Hof ihren Lebensabend: Heino Runge beim Füttern seiner beiden Gnadenpferde Flicka (35, vorn) und Sanne (38).

Die Ponys verbringen auf dem Hof ihren Lebensabend: Heino Runge beim Füttern seiner beiden Gnadenpferde Flicka (35, vorn) und Sanne (38).

Foto:

Cuxland

So rührend kümmert sich ein Beverstedter um alte Tiere

Von Jens Gehrke
18. März 2016 // 16:50

Auf dem Hof von Heino Runge ist alles ein bisschen älter: Der Traktor ist längst ein Oldtimer und auch die Tiere sind in die Jahre gekommen. Bei dem Beverstedter verbringen sie ihren Lebensabend. Der 58-Jährige kümmert sich rührend. Die Tiere sollen auf seinem Gnadenhof so lange leben, wie es möglich ist. Töten will er sie nicht – auch wenn das einfacher wäre.

Gnadenhof: Anfänge bereits 1978

Alles hatte  mit einem Pony angefangen, das seine Tochter haben wollte. Seit 1978 kümmert sich Heino Runge um Gnadentiere, zunächst nur für Freunde und Bekannte. „Das sprach sich herum und eines Tages fragte mich der Landkreis, ob ich noch fünf Ponys aus Lunestedt übernehmen könnte, deren Besitzerin verstorben war.“

Einmal wurde ein Pferd einfach "ausgesetzt"

Bis zu elf Pferde hatte er zeitweise in Pflege. Die Besitzer waren verstorben, mussten ihre Höfe aufgeben oder die Tiere wurden ihnen wegen Vernachlässigung weggenommen. „Einmal wurde ein Pferd einfach vor meinem Hof angebunden und zurückgelassen“, erinnert er sich.

Jeden Tag sieht er nach den Tieren

Zwei Pferde und zehn Heidschnucken leben heute auf den rund 10 Hektar großen Flächen von Runge. Jeden Tag sieht er nach den Schafen. „Ich habe für jedes dieser Tiere Verantwortung übernommen und zu der stehe ich bis zum Schluss“, sagt Runge. Dafür setzt er sich mit aller Leidenschaft und Energie ein.  

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