Nach Problemwolf "Kurti" soll in Niedersachsen jetzt ein zweiter Wolf abgeschossen werden.

Nach Problemwolf "Kurti" soll in Niedersachsen jetzt ein zweiter Wolf abgeschossen werden.

Foto: Symbolfoto: Gabbert/dpa

Cuxland
Der Norden

Umweltministerium verteidigt genehmigten Wolfsabschuss

Von nord24
5. Februar 2019 // 18:50

Nach dem offenen Brief von 16 Wolfsberatern hat Niedersachsens Umweltministerium den genehmigten Abschuss eines Wolfs im Kreis Nienburg erneut begründet. Der Rüde sei nachweislich für etwa 40 getötete Nutztiere verantwortlich, sagte die stellvertretende Ministeriumssprecherin Lotta Cordes.

Alpaka gerissen

"Betroffen waren aber auch Ponys sowie ein Alpaka", so Cordes. Die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss sei nach einer DNA-Feststellung erfolgt, wonach der Wolf für Risse von Rindern verantwortlich gewesen sei, die ausreichend geschützt waren.

Leitrüde des Rudels

Cordes verwies auf das Risiko, dass andere Mitglieder des Rudels vom Rissverhalten des problematischen Wolfes lernten: "Entsprechende Beispiele aus anderen Bereichen zeigen, dass Elterntiere das Überwinden von Herdenschutzmaßnahmen an ihre Nachkommen weitergeben." Das Tier ist der Leitrüde des Wolfsrudels von Rodewald im Landkreis Nienburg.

Minister will Brief beantworten

Mehrere Wolfsberater hatten in einem offenen Brief an Umweltminister Olaf Lies (SPD) auf ungeklärte Fragen im Zusammenhang mit der Ausnahmegenehmigung hingewiesen und mehr Informationen angemahnt. Lies will diesen Brief beantworten. Die Sprecherin betonte, das Verhalten des Rüden sei wochenlang intensiv beobachtet und die Sachlage juristisch geprüft und bewertet worden. (lni)

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