Fabian hat bereits dutzende Computer zusammengestellt. Darunter auch sein eigenes Setup.

Fabian hat bereits dutzende Computer zusammengestellt. Darunter auch sein eigenes Setup.

Foto: Privat

Technik

Bastelstunde – Fabian baut einen PC

29. April 2021 // 11:15

Wolltest Du dich in der Zeit des ewigen Lockdowns mal mit Computern beschäftigen oder gar selbst einen basteln? Dann bist Du hier richtig! Computer gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben, aber vorallem Preisen. In diesem „Guide“ möchte ich Dir die einzelnen Komponenten grob näher bringen und Dir zeigen wie ICH einen Computer bauen würde. Ich bin natürlich nicht das Maß aller Dinge und auch nicht allwissend, jedoch habe ich bereits Dutzende Computer in meinem Leben zusammengebaut.

Vorab erstmal: Das hier ist eine grobe Zusammenfassung, die dazu dient, einen kurzen Einblick in die Hardware zu geben und ein Fundament für die nächsten Seiten zu geben.

Wie würde ich starten?

Nun der Start aller Dinge ist für mich der Prozessor (CPU). Hierbei ist für Beginner zu beachten, welche Geschwindigkeit, Kernzahl und welchen Sockel dieser Besitzt.

Geschwindigkeit (in GHz) ist ja recht selbsterklärend.

Die Kernzahl gibt an, wie multitaskingfähig der Computer ist, da Programme meistens nur „Single Threaded“ sind, was bedeutet, dass diese nur auf EINEM Kern laufen.

Der Sockel, ist der Steckplatz der CPU und auch der Grund warum ich mit dieser Komponente anfange. Denn nicht jeder Prozessor passt auf jedes Mainboard.

Das Mainboard

Als nächstes kommt nun auch das Mainboard, quasi das Fundament für alle Komponenten. Hierbei ist auch vieles zu beachten: Sockel, RAM Steckplätze, Formfaktor, PCIE und SATA/M.2. Der Sockel muss hierbei der Gleiche sein, wie der von der CPU.

Der RAM, auch Arbeitsspeicher genannt, hat – genauso wie die CPU – Sockel hier ist zu beachten, wie viele Sockel ein Mainboard hat. Während zwei ausreichend sind für knappes Budget, empfehle ich jedoch immer vier zu nehmen. Somit hat man mehr als genug Platz.

Der Formfaktor gibt an, wie groß das Mainboard ist. Hierbei wird zwischen ATX, mATX und MiniITX unterschieden. ATX ist das größte und MiniITX das kleinste.

PCIE sind die Steckplätze für Erweiterungen, wie zum Beipsiel Grafikkarte oder kleinere „Gadgets“, wie extra USB-Anschlüsse oder Soundcard. Hier ist PCIE 16x Standart für jedes Mainboard, wobei hochwertigere Mainboards einen PCIE Anschluss haben, welcher extra verstärkt ist. Dies ist wichtig, zum Beispiel für modernere Grafikkarten, da diese recht schwer sind.

Zu guter letzt die SATA und M.2 Steckplätze. Je mehr

SATA-Ports das Mainboard hat, desto mehr Festplatten kann man anschließen. Das gleiche gilt für M.2, wobei M.2 SSDs bis zu vier Mal schneller sind als SATA SSDs bei fast gleichem Preis.

Der Arbeitsspeicher

Recht simpel, da man nur beachten muss, wie viel Speicher dieser hat und wie schnell er ist. Je nach Budget empfehle ich entweder zwei Mal 4 GB oder zwei Mal

8 GB, beides bei 3000 MHz.

Grafikkarte

Schritt Nummer… äh sind ja schon so viele… naja jetzt kommt die Grafikkarte. Hierbei gibt es auch VIEL zu beachten. VRAM ist RAM, reserviert ist für die Grafikkarte. Je höher die Grafikqualität im Spiel, umso höher die VRAM-Benutzung. Sechs bis acht Gigabyte sind hierbei meiner Meinung nach vollkommen ausreichend.

Taktfrequenz gibt grob an, wie Leistungsstark die Karte ist. Je höher die Zahl umso besser. Bei diesem Schritt hilft es auch, sich auf sogenannte Benchmarks zu verlassen. Benchmarks sind Leistungstest im Spiel und äußerst hilfreich.

Die Festplatte/n

Für das Betriebssystem empfehle ich unbedingt eine M.2 SSD, oder eine reguläre SATA SSD falls das Mainboard keine M.2-Plätze hat. Auch hier gilt: Je höher die Zahlen, desto besser. Für das Speichern von Daten genügen normale HDDs. Die sind zwar langsam, aber günstig.

Das Netzteil

Das nächste ist das Netzteil. Hier variiert die benötigte Strommenge natürlich von PC zu PC. Entweder man rechnet den Verbrauch von Grafikkarte und CPU zusammen und dann plus 30 bis 40 Prozent oder man gibt seine Daten auf der Website pcpartpicker.com ein.

Kühlung für die CPU

Jetzt suche ich nach einer Kühlung für die CPU. Die meisten CPUs kommen mit einer Kühlung, diese ist aber nicht immer ausreichend. Für Beginner reicht eine einfache Luftkühlung im Bereich von 20 bis 30 Euro komplett aus. Der Sockel muss der gleiche sein wie der von CPU und Mainboard.

Das Gehäuse

Zu guter letzt das Case oder auch auf deutsch Gehäuse. Hier ist zu beachten wie groß es ist und natürlich das Aussehen. Die Größe „Mid-Tower“ ist der Standard und passt zu allem. Zu beachten ist die Luftzirkulation. Optimal ist es, wenn vorne, hinten und oben Luftdurchlässe sind, damit man dort Lüfter platzieren kann.

Bei knappem Budget sind zwei Sockel auf dem RAM ausreichend, empfehlenswert sind aber vier. Foto Andree

Bei knappem Budget sind zwei Sockel auf dem RAM ausreichend, empfehlenswert sind aber vier. Foto Andree

Foto: Fabian Andree

Je mehr SATA-Ports das Mainboard hat, desto mehr Festplatten kann man anschließen.

Je mehr SATA-Ports das Mainboard hat, desto mehr Festplatten kann man anschließen.

Foto: Fabian Andree

Fabian Andree, 18; Interessen: Lesen, Videospiele, Bogenschießen und Geschichte;Leistungsfächer: Physik (profilprägend) und Geographie;Spruch/Motto: Wird schon

Fabian Andree, 18; Interessen: Lesen, Videospiele, Bogenschießen und Geschichte; Leistungsfächer: Physik (profilprägend) und Geographie; Spruch/Motto: Wird schon

Foto: Rita Rendelsmann

Benchmarks sind äußerst hilfreich, um die Leistungsfähigkeit zu testen.

Benchmarks sind äußerst hilfreich, um die Leistungsfähigkeit zu testen.

Foto: Andree

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