Hat stets die Übersicht und ein Auge auf bautechnische Projekte im Hafengebiet der Seestadt: Ingenieurin Eva Göricke.

Hat stets die Übersicht und ein Auge auf bautechnische Projekte im Hafengebiet der Seestadt: Ingenieurin Eva Göricke.

Foto: Hirschberg

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Bei Wind und Wetter im Einsatz

9. November 2021 // 00:05
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Das Klischee eines Ingenieurs, der nur im Büro am Computer sitzt und Dinge berechnet, erfüllt Eva Göricke nicht – zumindest nicht bei bremenports. Ihr Büro mit der traumhaften Aussicht muss sie oft verlassen, um sich vor Ort, im Hafen, ein Bild zu machen.

In ihrer Warnschutzjacke steigt Eva Göricke aus dem Aufzug und betritt die 14. Etage des Sail-City-Gebäudes. Unter ihrem rechten Arm klemmt ein
Sicherheitshelm, über ihrer linken Schulter hängt eine Schwimmweste. „So begegnen mir wohl die meisten Leute hier im Fahrstuhl“, schmunzelt die bremenports-Ingenieurin für Maschinen- und Stahlwasserbau, die gerade bei einer Besichtigung eines Schleusentores war und sich nun zu ihrem Büro aufmacht.

Baustellen besichtigen

Eva Göricke hängt ihre Jacke auf, legt den Helm beiseite, zieht sich das Zopfgummi aus ihren zusammengebundenen Haaren und tauscht erst einmal die Arbeitsschuhe gegen bequemeres Schuhwerk. Egal, ob nun gegen 13 Uhr nach dem Mittagessen oder vorher – raus geht es für sie immer wieder mal: Baustellen werden besichtigt, Sicherheitseinweisungen mit ausführenden Firmenmitarbeitern gemacht, Begebenheiten angeguckt und Besprechungen mit Terminalbetreibern geführt, weil etwas rostig ist oder neu beschichtet werden muss – beispielsweise an Brücken, Schleusen oder Sielen – und das bei Wind und Wetter.

Hausmeister im Hafen

„Da hat man dann Sachen an, die schmutzig werden dürfen“, betont sie. „Mein Job ist sehr abwechslungsreich. Die technischen Abteilungen erinnern ein bisschen an den Hausmeister für den Hafen – wenn etwas kaputt geht, werden wir angerufen.“ Eva Göricke nimmt an ihrem Schreibtisch Platz.

Planung für Fährbrücke

E-Mails müssen gesichtet, wichtige Informationen zu Projekten an involvierte Kollegen weitergeleitet und besprochen werden. Als Projektleiterin steht bei der Ingenieurin beispielsweise die Fähr-Brücke am Nordhafen auf dem Plan, wo nach 90 Jahren im April die alte Drehbrücke kaputt gegangen ist. „Bei den Planungen einer provisorischen Lösung erhalte ich beispielsweise Infos vom Bau, die auch die Elektrotechniker betreffen. Zu denen nehme ich dann Kontakt auf und verknüpfe die Infos miteinander“, schildert sie. „In dem Gebiet am Nordhafen wird viel passieren, aber der Platz dafür ist relativ klein. Da stellt sich auch die Frage, ob dort an bestimmten Stellen Kabel und Leitungen verbaut werden können.“

Stichwort Vermittlerrolle

„Ich koordiniere zwischen den beteiligten Firmen, den Kollegen und mir selbst.“ Ein weiteres Projekt seien die neuen, längeren Passagierbrücken an der Columbuskaje, die ab diesem Jahr verbreitert wird. „Nach ersten Vorentwürfen haben wir dafür vor kurzem die Konstruktion und die Fertigung ausgeschrieben“, erzählt die gebürtige Duisburgerin, die seit März mit dem Schwerpunkt Landstromanlagen für Hochseeschiffe bei dem Hafenbetreiber bremenports angestellt ist. Viele Projekte befänden sich in der Planungsphase. „Da führe ich viele Gespräche und schaue mir Pläne an, die teilweise schon sehr alt sind.“

Drinnen und draußen

Das Klischee eines Ingenieurs, der nur im Büro am Computer sitze und Dinge berechne, erfülle sie nicht – zumindest nicht bei bremenports. „Hier haben mich die Mischung aus drinnen und draußen, die vielen zwischenmenschlichen Tätigkeiten, die Lage direkt am Hafen und schließlich die Ergebnisse gereizt“, schwärmt Eva Göricke. „Ich freue mich auch schon darauf, wenn die Passagierbrücken tatsächlich gebaut und dann hier in Bremerhaven montiert werden.“ (bhi)

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