Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, geht zurück in die Downing Street 10, nachdem er eine Erklärung vorgetragen hatte, in der er offiziell seinen Rücktritt als Vorsitzender der Konservativen Partei erklärt hat.

Boris Johnson, der unter anderem wegen Lockdown-Partys stark in Bedrängnis geratene Politiker, will noch eine letzte Feier schmeißen.

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Eine letzte Party? Ringen um Johnsons Abschied und Nachfolge

Von dpa
8. Juli 2022 // 19:28

Boris Johnson ist als konservativer Parteichef zurückgetreten. Nun werden Forderungen nach einer schnellen Ablösung als Premierminister laut.

Rasche Ablösung gefordert

Nach der Rücktrittsankündigung des britischen Premierministers Boris Johnson werden Forderungen nach seiner raschen Ablösung lauter. Johnson hatte am Donnerstag seinen Rückzug als Parteichef der britischen Konservativen verkündet, will aber bis zur Wahl eines Nachfolgers noch Premierminister bleiben. Der Zeitplan und die genauen Rahmenbedingungen für die Wahl eines neuen Tory-Chefs sollen Anfang kommender Woche vom zuständigen Parteigremium, dem sogenannten 1922-Komitee, festgelegt werden.

Vertrauen verloren

Die Ablösung Johnsons sollte Wochen, nicht Monate dauern, sagte die konservative Abgeordnete und Johnson-Kritikerin Caroline Nokes am Freitag der BBC. Der Prozess unterscheide sich deutlich von früheren Übergängen von einem konservativen Premier zum anderen, bei denen es stets um inhaltliche politische Fragen gegangen sei, sagte Nokes. «Er hat das Vertrauen der konservativen Partei aufgrund mangelnder persönlicher Integrität verloren», sagte die Vorsitzende des Ausschusses für Frauen und Gleichberechtigung. Johnson habe eine «starke Botschaft» von seiner Fraktion erhalten. «Sein früheres Verhalten wird nicht mehr toleriert.» (dpa/dm)