Vor neun Monaten traf Deutschland letztmals auf das polnische Nationalteam - und gewann 3:1.

Vor neun Monaten traf Deutschland letztmals auf das polnische Nationalteam - und gewann 3:1.

Foto: Anspach/dpa

Europameisterschaft 2016

Fußball-EM: Warum Deutschland gegen Polen gewinnt

Von nord24
16. Juni 2016 // 11:37

In wenigen Stunden ist es soweit: Dann trifft Deutschland in seiner zweiten Partie bei der Fußball-EM 2016 auf Polen.

Duell um den Gruppensieg

Das Duell ist zugleich das vorweggenommene Endspiel um den Sieg in der Gruppe C: Wem in diesem Aufeinandertreffen der Sieg gelingt, winkt im Achtelfinale ein Duell mit einem Gruppendritten aus einer der anderen Staffeln.

Probleme bei Auftaktpartie

Beide Teams gewannen ihre Auftaktpartien, ohne dabei zu glänzen. Während die Polen beim 1:0 gegen Nordirland überraschend viele Probleme hatten, benötigten die Deutschen eine Leistungssteigerung nach der Halbzeit, um mit 2:0 gegen die Ukraine zu gewinnen. Thomas Müller indes schätzt die Polen als "noch ein wenig stärker als die Ukraine" ein. Es dürfte eine spannende Partie werden. Allerdings gibt es drei Gründe, die zwingend auf einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft hindeuten.

Geschichte wiederholt sich

  Bei großen Turnieren trafen die beiden Mannschaften bislang vier Mal aufeinander. Keine einzige Partie gewannen die Polen. Lediglich beim 0:0 1978 in Argentinien ergatterten sie einen Punkt. 1974 entschied Deutschland die Wasserschlacht von Frankfurt für sich, 2006 waren es Odonkors Sprint und Flanke, die im 1:0 für Neuville mündeten und bei der EM 2008 doppelpackte Lukas Podolski zum 2:0. Wenn es darauf ankommt, setzen sich die Deutschen durch.

Wissen ist Macht

  Die Polen haben ein passables Kollektiv und einen Ausnahmestürmer. Ohne Robert Lewandowski aber sind sie ein biederes Team. Der Stürmer war mit 13 Toren der treffsicherste Stürmer sämtlicher europäischer Mannschaften in der Qualifikation. Wenn es der deutschen Mannschaft gelingt ihn aus dem Spiel zu nehmen, steht einem Sieg nichts im Wege. Nicht nur, das Jerome Boateng zu den weltbesten Verteidigern zählt - er hat in München jeden Tag die Möglichkeit, Zeuge Lewandowskis Können zu werden. Dabei sollte ihm auch aufgefallen sein, wie er zu stoppen ist. Sollte dazu noch Mats Hummels in die Innenverteidigung rücken, könnte das ein weiterer Vorteil sein. Hummels spielte jahrelang zusammen mit Lewandowski in Dortmund.

Lukas Podolski

  Dass der Offensivmann zum Einsatz kommt, ist unwahrscheinlich. Podolski könnte neben dem Feld aber genauso wertvoll sein. Er ist gebürtiger Pole, spricht die Sprache fließend und kann so die taktischen Anweisungen des Gegners schnell übersetzen. Das können einige der polnischen Gegenseite selbstverständlich auch. Keiner von ihnen aber versteht es komplizierte Gemengelagen so prägnant auf den Punkt zu bringen wie Podolski. Ein Beispiel? Mit seinem Spruch, wonach sich 80 Prozent aller Männer die "Eier kraulen", löste er innerhalb weniger Sekunden den gesellschaftlichen Diskurs zum Handgriff des Bundestrainers auf.

Fußball-EM: Warum Deutschland gegen Polen gewinnt

David Odonkor leitete bei der WM 2006 in der Nachspielzeit den Siegtreffer durch Oliver Neuville ein.

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Robert Lewandowski ist der unumstrittene Star im polnischen Team.

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Lukas Podolski könnte im Spiel gegen Polen das Zünglein an der Waage sein.

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