Aktivisten einer Umweltschutz-Organisation Ocean Rebellion

Bei der UN-Weltklimakonferenz ringen rund 200 Staaten über zwei Wochen hinweg darum, wie das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, noch erreicht werden kann.

Foto: Alastair Grant/AP/dpa

Deutschland und die Welt

Glasgow: Klimaaktivisten empört über anhaltende Tatenlosigkeit

5. November 2021 // 18:31

Nach dem Start der Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow setzten sich Aktivisten für ein sofortiges Handeln gegen die Klimakrise ein.

Die Teilnehmer forderten am Freitag einen «Systemwechsel» und mehr Klimagerechtigkeit - vor allem für ärmere Staaten. Auch die führenden Klimaaktivistinnen und -aktivisten wie die Schwedin Greta Thunberg setzten sich ein.

Vorwurf der Tatenlosigkeit

Den Staatschefs der großen Wirtschaftsmächte warf die 18-Jährige Tatenlosigkeit im Kampf gegen die Klimakrise vor. «Es ist kein Geheimnis, dass die COP26 ein Fehlschlag ist», sagte sie. «Dies ist nicht länger eine Klimakonferenz. Dies ist jetzt ein Greenwashing-Festival des globalen Nordens, eine zweiwöchige Feier des Business as usual und des Blablabla!»

Al Gore fordert zum Handeln auf

Der frühere US-Vizepräsident Al Gore solidarisierte sich mit den Demonstranten. «An alle in den Hallen der COP26: Jetzt ist die Zeit, auf sie zu hören und zu handeln», schrieb er auf Twitter. Die Staatengemeinschaft müsse anerkennen, dass sie nun in eine «Phase der Konsequenzen» eingetreten sei und sie zu einer «Phase der Lösungen» machen. Auch der Präsident der Weltklimakonferenz, Alok Sharma, äußerste Verständnis für die Wut vieler Jugendlicher über den zu lange verschleppten Klimaschutz weltweit. «Ich verstehe das, ich habe selber Kinder», so Sharma.

Geplantes Ende der Konferenz: 12. November

In Schottland ringen rund 200 Staaten darum, wie das Ziel noch erreicht werden kann, die Erderwärmung auf ein erträgliches Maß von maximal 1,5 Grad zu begrenzen. Nach den bis zum Gipfel eingereichten Plänen der Staaten steuert die Welt mit ihren derzeitigen Plänen jedoch auf 2,7 Grad zu - mit katastrophalen Folgen. Geplantes Ende der Konferenz ist der 12. November.

Leben steht auf dem Spiel

In der nun beginnenden zweiten Woche der Verhandlungen müsse Vertrauen aufgebaut werden, sagte Morgan, die seit gut 20 Jahren auf allen Klimakonferenzen dabei war. Nötig seien dazu «Durchbrüche» bei den Klimahilfen für arme Länder. «Wir sind hier in Glasgow, weil Leben auf dem Spiel stehen. Die nächste Woche ist ein Test für die Menschheit und die Zeit zu handeln.» (dpa)

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