Lothar Wieler, Präsident Robert Koch-Institut (RKI) nimmt an einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage teil.

Lothar Wieler sieht eine hohe Ansteckungsgefahr bei Omikron.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Deutschland und die Welt

RKI-Chef Wieler unentschieden bei Frage nach Impfpflicht

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Von nord24
24. Dezember 2021 // 08:00

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, tut sich mit der Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht schwer. „Grundsätzlich bin ich kein Freund der Impfpflicht“, sagte Wieler dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Man könne auch nicht annehmen, „dass sich dann auch jeder impfen lässt“, sagte er. Klar sei aber auch, dass die weiterhin hohe Anzahl an ungeimpften Erwachsenen ein Problem sei.

Wielers Appell: Persönliche Kontakte an Weihnachtstagen reduzieren

Wieler appellierte zudem erneut, schon an den Weihnachtstagen persönliche Kontakte zum Schutz vor Infektionen einzuschränken. Wenn Kontakte reduziert und gleichzeitig das Impfen und Boostern auf einem hohen Niveau gehalten würden, „dann können wir die Krankheitslast durch Omikron deutlich senken“. Er warnte vor der hohen Ansteckungsgefahr bei Omikron. Die bisherigen Ausbrüche seien „beeindruckend“. „Sehr viele Menschen, die sich mit einem Infizierten in einem Raum befinden, können sich anstecken. Sehr viele werden auch krank“, sagte Wieler. Dies gelte auch für Menschen, bei denen die Impfung schon länger her ist. Daher seien Auffrischungsimpfungen wichtig. (epd/mb)

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