Christoph Duchow freut sich darauf, bald eine hauseigenen Lebenshilfe-Kaffee-Mischung rösten zu können.

Christoph Duchow freut sich darauf, bald eine hauseigenen Lebenshilfe-Kaffee- Mischung rösten zu können.

Foto: Löwner/Lebenshilfe

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Kooperation mit Firmen der Region

7. November 2021 // 00:10
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Für einen Kaffeeliebhaber wie ihn ist sein neuer Arbeitsplatz geradezu ein Glücksgriff: Seit ein paar Monaten gehört Christoph Duchow zum Team in der Kaffee-Rösterei, einer neu gegründeten Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Lebenshilfe Bremerhaven.

Für den 33-Jährigen Duchow beginnt der Arbeitstag stets mit einer guten Tasse Kaffee. Auf das heiße Getränk, verfeinert mit etwas Milch und Zucker, kann er auf keinen Fall verzichten.

Warten auf die Röst-Maschine

Zurzeit kommt der Kaffeeduft in der geräumigen Werkstatt allerdings lediglich aus der kleinen Kaffeemaschine, die Gruppenleiterin Sandra Albers jeden Morgen startklar macht. Doch die Lebenshilfe hat Großes vor: „Geplant ist, einen eigenen Kaffee zu rösten. Der wird dann in unserem Brötchengeber ausgeschenkt und verkauft“, weiß Christoph Duchow. Im Moment heißt es allerdings noch abwarten und T... Kaffee trinken. Denn die Röst-Maschine ist zwar längst bestellt, aber noch nicht in der Werkstatt eingetroffen. „Wir hoffen, Mitte November loslegen zu können“, so Sandra Albers. Die Gruppenleiterin und ihre Kolleginnen und Kollegen nutzen die Wartezeit unter anderem, um sich auf ihre mit Spannung erwartete neue Aufgabe vorzubereiten. „Wir haben uns von Tobias Ehlen, dem Inhaber des Rösthofs in Holste, vor Ort wertvolle Tipps geholt. Sein Team und er unterstützen uns sehr“, so Albers.

Mitarbeiter in Teilzeit

Die 48-Jährige leitet mit der Kaffee-Rösterei eine Werkstattgruppe, in der erstmals ausschließlich Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt sind. Wenn Christoph Duchow und seine neun Kolleginnen und Kollegen spätestens um 14 Uhr Feierabend machen, beginnt für Sandra Albers ihr „zweiter Job“ in der Lebenshilfe. Seit vielen Jahren begleitet sie Beschäftigte mit Behinderung, die an einem Außenarbeitsplatz tätig sind.

Arbeitsplätze gesucht

Zurzeit betreut Albers gemeinsam mit ihrer Kollegin Ulrike Tönjes 14 Mitarbeiter mit Behinderung, die in einem Betrieb in der Seestadt oder dem Umland auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt arbeiten, allerdings zunächst weiterhin bei der Lebenshilfe angestellt sind. „Wir bringen die Firmen und unsere Mitarbeiter mit Behinderung zusammen, suchen nach geeigneten Arbeitsplätzen und betreuen unsere Mitarbeiter intensiv direkt vor Ort“, so Albers.

Kooperation mit Firmen

Mit den Firmen schließt die Lebenshilfe einen Kooperationsvertrag, zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem das Haus im Park, die Firmen Fiedler, Grünleben, Dietzel und Agravis, aber auch landwirtschaftliche Betriebe und Seniorenwohnstätten.

Erster Schritt Praktikum

Albers hofft, dass in der Zukunft noch mehr Firmen Interesse daran zeigen, Mitarbeiter mit einer Behinderung einzustellen. Betriebsleiter Thomas Rietzke sieht das genauso: „Wir haben selbstverständlich das Ziel, möglichst viele Menschen für den allgemeinen Arbeitsmarkt zu befähigen. Oft ist ein Praktikum ein erster Schritt dazu. Wir machen intensiv Werbung für unser Konzept und sprechen Firmen in der Region gezielt an.“

Infos über die Lebenshilfe

Arbeitgeber, die sich über das Modell Außenarbeitsplatz informieren möchten, können bei Sandra Albers und Ulrike Tönjes unter Telefon 0471-96262742 einen Termin vereinbaren und sich auch vor Ort über die Arbeit der Lebenshilfe informieren – und dabei gern eine heiße Tasse Kaffee aus der eigenen Lebenshilfe-Rösterei genießen. (vk)

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