Roger Lewentz (SPD), Minister des Innern und für Sport von Rheinland-Pfalz von Rheinland-Pfalz, und Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, stehen vor der Fritz-Wunderlich-Halle.

Roger Lewentz (SPD, Innenminister von Rheinland-Pfalz) und Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) äußern sich vor der nicht-öffentlichen Trauerfeier.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Deutschland und die Welt

Nach Mord an Polizisten: 200 Gäste bei nicht-öffentlicher Trauerfeier in Kusel

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Von nord24
4. Februar 2022 // 11:46

Am Freitag gab es in Kusel eine nicht-öffentliche Trauerfeier für die am Montagmorgen durch Schüsse getöteten beiden Polizisten.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer verurteilt hämische Kommentare im Internet scharf

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat nach den tödlichen Schüssen hämische Kommentare im Internet scharf verurteilt. „Wir erleben im Netz gerade widerwärtige Dinge, dass diese Tat von manchen bejubelt wird“, sagte die SPD-Politikerin am Freitag in Kusel (Pfalz). Dort nahm sie gemeinsam mit Innenminister Roger Lewentz (SPD) an der Trauerfeier in der Fritz-Wunderlich-Halle teil.

Polizisten wurden bei einer Verkehrskontrolle erschossen

Die zwei Polizisten - ein 29 Jahre alter Oberkommissar und seine 24 Jahre alte Kollegin, eine Polizeianwärterin - waren am frühen Montagmorgen nur wenige Kilometer von Kusel entfernt bei einer Verkehrskontrolle erschossen worden. Unter dringendem Tatverdacht stehen zwei 32 und 38 Jahre alte Männer, die noch am selben Tag festgenommen wurden und nun in Untersuchungshaft sitzen.

200 Gäste wurden bei der nicht-öffentlichen Trauerfeier erwartet

Die nicht-öffentliche Trauerfeier hatte am Freitag um 10 Uhr in der Fritz-Wunderlich-Halle in Kusel begonnen. Erwartet wurden etwa 200 Gäste, darunter Angehörige und Kolleginnen und Kollegen der Opfer. Geplant waren eine Begrüßung durch den Kaiserslauterner Polizeipräsidenten Michael Denne sowie Ansprachen von Dreyer und Lewentz. Auch zwei Seelsorger sollten einige Worte sprechen. Auch das Blechbläserquintett des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz sollte spielen. Am Ende sollten die Trauergäste Gelegenheit haben, Blumen abzulegen.

Bundesweit gab es eine Schweigeminute

In absehbarer Zeit sei eine öffentliche Trauerfeier geplant, hieß es am Rande des Gedenkens in Kusel. Ob dies in Form eines Staatsakts sein könnte, sei in Klärung.

Bundesweit wurde am Freitag um 10 Uhr auch mit einer Schweigeminute der beiden jungen Polizisten gedacht. In zahlreichen Kirchengemeinden sollten die Glocken läuten.

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