Auch am zweiten Tag sind zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte nach einem schweren Zugunglück im Einsatz. Bei dem Unglück sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Ein Regionalexpress entgleiste in der beliebten oberbayerischen Urlaubsregion auf dem Weg von Garmisch nach München.

Immer noch sind zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte in Garmisch-Partenkirchen mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Foto: Angelika Warmuth/dpa

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Blaulicht

Nach Zugunglück in Garmisch: Aufräumarbeiten im Mittelpunkt

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Von nord24
5. Juni 2022 // 07:34

Nach der Bergung der Todesopfer vom Ort des Zugunglücks in Garmisch-Partenkirchen konzentrieren sich die Helfer nun auf die Aufräumarbeiten.

Fünf Menschen kommen bei Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen ums Leben

Die Polizei ging am Samstag nicht davon aus, dass noch weitere Tote gefunden würden. Ausgeschlossen wurde es aber nicht. Bei dem Zugunglück - einem der schwersten der vergangenen Jahre - waren fünf Menschen ums Leben gekommen und mehr als 40 weitere verletzt worden.

250-Tonnen-Schienenkran aus Wanne-Eickel soll zum Einsatz kommen

Bei den Aufräumarbeiten soll neben Kränen weitere schweres Bergegerät zum Einsatz kommen, etwa ein 250-Tonnen-Schienenkran aus Wanne-Eickel im Ruhrgebiet. Mit diesem soll unter anderem die Lok wieder ins Gleis gehoben werden, wie ein Bahnsprecher erläuterte. Die Arbeiten dürften noch einige Zeit dauern.

Bundesstraße bleibt einseitig gesperrt

Laut Polizei soll die Bundesstraße neben den Gleisen voraussichtlich bis Mitte der Woche einseitig gesperrt bleiben. Von der Autobahn 95 in Richtung Garmisch-Partenkirchen werde der Verkehr in Sindelsdorf (Landkreis Weilheim-Schongau) abgeleitet.

Unglücksursache weiter unklar

Unklar ist weiterhin, weshalb die Regionalbahn am Freitagmittag kurz nach ihrer Abfahrt in Richtung München aus den Gleisen sprang. Eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug hatte es zuvor nicht gegeben. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), der mit Bahnchef Richard Lutz am Samstag den Unglücksort besuchte, versprach eine umfangreiche Aufarbeitung des Unglücks. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) zufolge waren alle Experten vor Ort der Meinung, „dass die wahrscheinlichste Ursache ein technischer Defekt am Gleis oder am Zug sein müsste“. (dpa/mb)

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